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USA

Miami (Florida) 2010

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Wappen von MiamiStädtereise

06.04.2010 - 11.04.2010

Da im April endlich mal wieder ein Sales Meeting meines Arbeitgebers in Texas anstand, hatte ich mir im Vorfeld eine Woche Urlaub genommen und die Zeit in Miami verbracht. Im nachfolgenden daher also ein kurzer Reisebericht mit vielen Bildern von den paar Tagen Aufenthalt in Miami.

Unterkunft: EPIC Hotel, Lage: Downtown Miami

Wissenswertes

Miami ist eine dicht besiedelte Stadt am Miami River im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida, Vereinigte Staaten, mit 409.719 Einwohnern (Stand: Schätzung 2007) und Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Obwohl die Stadt selbst nicht besonders groß ist, umfasst die Agglomeration South Florida Metropolitan Area viele kleinere Städte und die nicht unerhebliche UMSA (Unincorporated Metropolitan Services Area) und beherbergt insgesamt über 2,2 Millionen Einwohner. Der Name „Miami“ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser). Der Miami River liefert das Wasser in die Everglades und fließt von dort in den Atlantik.

Geschichte

Am 18. Juli 1896 wurde Miami mit etwa 300 Einwohnern offiziell zur Stadt ernannt.

Während der 1920er Jahre war in Miami das Glücksspiel erlaubt, und die Prohibition wurde weitgehend ignoriert. So immigrierten Tausende aus dem Norden der USA nach Miami und lösten somit den Bau-Boom aus. Die Skyline von Miami mit ihren Hochhäusern entstand, und Miami erhielt dadurch seinen Spitznamen „Magic City“ (deutsch etwa: Zauberstadt), da die Stadt sich von einem Winter auf den nächsten derartig schnell veränderte, dass Besucher der Meinung waren, die Stadt sei wie von Zauberhand gewachsen. 1927 wurde der Bau-Boom durch einen verheerenden Wirbelsturm und anschließend durch die Depression gestoppt. Während des 2. Weltkriegs baute das Militär viele Ausbildungskasernen rund um Miami, bedingt durch die strategisch günstige Lage. Auf der Suche nach Arbeit kamen viele Männer und Frauen wieder zurück und so wuchs die Bevölkerung bis 1950 auf über 500.000 Menschen in Miami und Umgebung an.

Heute steht das Miami-Dade County in Nachbarschaft zu den Countys von Broward und Palm Beach im Norden mit jeweils 1,6 und 1,1 Millionen Einwohnern. Miami gilt als kultureller Schmelztiegel mit einer stark lateinamerikanischen Bevölkerung. Zu den Bewohnern Miamis gehören vor allem Kubaner, Nicaraguaner, Kolumbianer, Venezolaner, Puertoricaner, Argentinier, Ecuadorianer, Brasilianer, Dominikaner, Haitianer und Mexikaner.

In den 1980er Jahren war Miami der größte Umschlagsplatz für Drogen aus Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru, bedingt durch die Nähe zu den Herstellungsländern und dem Massentourismus. Die Drogenbarone brachten Milliarden US-Dollars nach Miami, wo das Geld durch diverse Investitionen in Bauvorhaben schnell gewaschen werden konnte. Zu dieser Zeit wurde hier die bekannte Fernsehserie Miami Vice gedreht.


Anreise

Die Reise startete an einem Dienstag früh mit der Abholung durch den Fahrservice. Sehr nette Firma, kann man öfter buchen, anstelle mit dem Auto zum Flughafen München raus zu fahren. Am Flughafen angekommen, verlief alles sehr stressfrei (München eben). Auch das Einchecken ging recht schnell, da eigentlich schon fast alles elektronisch erledigt war. Habe dann noch kurzfristig versucht, einen anderen Sitzplatz zu bekommen, da der vom Reisebüro gebuchte Sitz laut SEATGURU wohl nicht allzu bequem sein soll. Also kurzerhand ein Upgrade für €69,- auf Economy Plus gebucht, was sich wirklich gelohnt hat. Enorm viel Platz, irrsinnig bequem und in der Economy Plus Area war im Flieger noch einiges frei, so dass ich mich sogar umsetzen konnte, ohne einen Sitznachbarn haben zu müssen.

So verlief der Flug (mit 15 Minuten Verspätung, wg. eines Sicherheitslecks am Flughafen) recht entspannt, mit nur wenigen Turbulenzen. Die 8,5 Std. vergingen “wie im Flug” und ich war in Washington, Dulles International angekommen. Wenigstens war es angenehm warm, bei 32°C! Welch Überraschung!

Dort hatte ich ca. 4 Stunden Aufenthalt, mit weiteren 45 Minuten Verspätung, weil die Maschine aus Miami später gestartet war. Naja, das Wetter ließ zumindest Gutes verheißen.

Gegen 23:40h Ortszeit bin ich dann endlich auf meinem Zimmer im EPIC Hotel angekommen. Die gebuchte Kategorie “Seeseite” ist zwar nicht ganz, was ich mir vorgestellt hatte und auf der Website gezeigt wurde, aber immerhin Seeseite. So werde ich morgens also von Motorenheulen der ablegenden Yachten und dem Gebimmel der Klappbrücke vor und nach der Durchfahrt größerer Schiffe zum Miami River geweckt. Mal ganz abgesehen von den Flugzeugen, die vom Miami Airport gestartet sind. Aber dafür bin ich halt im 28. Stock recht weit oben …


Tag 1 - Miami Downtown / Bayside

An Ausschlafen war leider nicht wirklich zu denken. Zunächst wurde ich vom Aufheulen einer Motoryacht gestört, die offenbar in aller Frühe abgelegt hatte (schließlich brauchen die Superreichen Gäste des Hotels ja eine Yacht An-/Ablegestelle direkt am Hotel). Offenbar kehrt man hier statt mit Limousine oder Taxi eher mit der Yacht ein. Dann gab es auch noch die Flugzeuge, die vom Miami Airport abheben und dabei über Downtown Miami (wo mein Hotel liegt) fliegen. Und zu guter Letzt setzte dann auch noch der frühmorgendliche Verkehr ein, der u.a. über die am Hotel vorbei führende Brickell Ave. führt.

Also habe ich erst mal langsam den Tag begonnen und auf dem Balkon bei warmer Luft und leichter Bewölkung den Sonnenaufgang genossen. Danach habe ich meine Koffer ausgepackt und mich langsam ausgehfertig gemacht. Ich dachte, ich würde ein schönes Café an der nicht weit entfernten Bayfront Marketplace finden, aber stattdessen zog sich der Bummel über den Bayfront Park und die daran anschließende Mall. Diese ist ganz nett, schöne, kleine Geschäfte, viele Ausflugsanbieter, meist Boote, und viele Restaurants. Da ich leider keines gefunden hatte, welches auch Frühstück anbietet, entschloss ich mich gegen 11.30h bei einem Cajun Grill die dortigen Spezialitäten zu probieren. Für US$ 11,25 inkl. Getränk, war es ein reichhaltiges und schmackhaftes Essen.

Nach einem weiterem Bummel habe ich dann noch einen “Miami Vice” Daiquiri genossen und bin dann zu Fuß zur nächsten Metromover Station, welche einen kostenlosen Transport durch Miami ermöglicht. Jedoch bin ich schon nach einigen Stationen ausgestiegen, um über die Miami Ave. wieder zu Fuß zum Hotel zu gehen. Der gestrige Reisestress sitzt halt doch noch etwas in den Knochen …

Den Nachmittag habe ich dann ein wenig auf dem Balkon relaxt (noch nicht am Pool) und dann anschließend noch ein paar Stunden geschlafen. Am Abend bin ich dann gegen 21.00h auf Nahrungssuche gegangen. Das Steakhouse um die Ecke des Hotels (Chop House Miami) hatte aus irgendwelchen, nicht näher genannten, Gründen kurzfristig schließen müssen. So bin ich also zum Bayfront Park, wo bereits Live Musik spielte (diese Woche verschiedene Bands, kostenfrei). Ich dachte mir, das Bubba Gump (bekannt aus Forrest Gump) könnte nicht schlecht sein. Üblicherweise bekommt man in USA den Tisch von einem Angestellten zugewiesen (man wird an den Tisch geführt). Als Einzelperson  scheint man bei Bubba Gump jedoch eher diskriminiert zu werden, da sich niemand zuständig fühlte. Also bin ich wieder raus – vielleicht mache ich die nächsten Abende noch einen Versuch …Gegessen habe ich dann bei Tradewinds mit Blick auf den Yachthafen. Für US$52,- + tip (sollten schon 15%-20% sein, wenn der Service stimmt) habe ich als Vorspeise “Dolphin Fingers” gegessen (kein Delphinfleisch, sondern Mahi Filet, sehr schmackhaft) und als Hauptgericht dann ein 12oz New York Strip Steak mit Gemüse(!!!) und Pommes. Als Bier dann ein Budweiser (mein Erstes und Letztes – wirklich nicht zu empfehlen). Da bleib ich dann doch lieber beim Samuel Adams Bier oder dem texanischen Shiner Bock.


Tag 2 - Everglades und Miami

Heute war volles Programm angesagt. Nach einem kleinen Frühstücksbuffet im Hotel, bin ich mit dem Taxi nach South Beach gefahren (~US$ 20,00 für ca. 15 Minuten Fahrt).  Dort ist das Büro des Reiseveranstalters.

Über www.viator.com habe ich bereits im Vorfeld meine Shuttlebusse zum/vom Hotel/Flughafen, die Ausflugsfahrt ”Everglades National Park, Stadtrundfahrt durch Miami und Bootsfahrt durch die Bucht von Biscayne” und die morgige “Miami Duck Tour” gebucht.

Im Nachhinein habe ich zwar über den lokalen Reiseveranstalter nichts Gutes gelesen (viele Beschwerden, schlechter Service, schlechte Tour), aber dies konnte ich zum Glück nicht bestätigen, auch wenn der Anfang etwas chaotisch war.

Von Miami Beach führte die Tour zunächst über den Timiami Trail in die Everglades. Vorbei an dem quasi Reservat (und Spielkasino) der Miccosukee Indianer, um dann nach ca. 45 Minuten Fahrt am Gator Park anzukommen. Dort hatten wir dann ca. 20 Minuten Fahrt auf einem Airboat. Teilweise ruhig, teilweise rasant. Die Landschaft war sehr beeindruckend. Noch beeindruckender waren die Alligatoren, welche uns hier und dort mal begegnet sind. Im Park selber gab es dann eine Alligator Wrestling-Show des Rangers mit einem ausgewachsenen Alligator (der Ranger hat gewonnen, weil er alle Tricks kannte).  Dann wurde ein Baby-Alligator gezeigt und ein 3-Jahre alter Alligator, der dann auch von den Besuchern für ein Foto gehalten werden durfte (armes Kerlchen).

Nach einer Stärkung vor Ort ging es mit dem Bus zurück nach Miami Downtown, dem Bayfront Park. Dort hatten wir eine 3/4 Stunde Pause, um dann anschließend die Tour mit der Stadtrundfahrt fortzusetzen. Wir fuhren zunächst durch Downtown nach Coconut Grove.

Coconut Grove ist ein Stadtviertel in Miami, Florida in Miami-Dade County, USA. In Coconut Grove befinden sich eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude, die in das National Register of Historic Places (NRHP) aufgenommen wurden, darunter die Anfang des 20. Jahrhunderts von Clinton MacKenzie und Phillippe Feliz Rebom im Spanish Colonial Revival Style errichtete Plymouth Congregational Church, und die Villa Vizcaya, 1910–16 erbaut für James Deering (1859–1925), einen der Gründer des modernen Miami. Einige Gebäude auf dem Anwesen der Villa Vizcaya wurden ebenfalls durch den Architekten Clinton MacKenzie (1872–1940) entworfen. Die Villa Vizcaya wurde von den Erben Deerings dem Miami-Dade County gestiftet. Der County betreibt darin heute unter dem Namen Vizcaya Museum and Gardens ein kunsthistorisches Museum mit einem botanischen Garten. Coconut Grove, ursprünglich “Cocoanut Grove” geschrieben und von den einheimischen kurz “The Grove” genannt, wurde 1825 gegründet und blieb 100 Jahre lang eigenständig. 1925 wurde der Ort in die Stadt Miami eingemeindet.

Danach ging es nach Coral Gables, einem Stadtteil gebaut vom Reißbrett. Coral Gables wurde von George E. Merrick, einem Städteplanungsvisionär und Wegbereiter des “New Urbanism”, entworfen.

Zum Schluss ging es dann noch durch Little Havana (span.: La Pequeña Habana), ein Ortsteil und ehemaliger in Miami mit zahlreichen kubanischen Immigranten. Little Havana wurde nach der kubanischen Hauptstadt und Kubas größter Stadt Havanna benannt. Little Havana ist in Europa und Amerika bekannt für die sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten. Seine Festivitäten wie der Miami-Karneval, die Kultur-Freitage oder die Drei-Königs-Parade werden jährlich in alle Teile der Welt via TV übertragen. Bemerkenswert sind auch Sehenswürdigkeiten, wie die Calle Ocho (S.W. 8 St – deutsch: 8. Straße), dem Walkway of the Stars (Fußweg der Stars), der an Latino-Stars wie Celia Cruz, Willy Chirino oder Gloria Estefan erinnert, der Cuban Memeorial Boulevard (Kuba-Gedächtnis-Boulevard), Plaza de la Cubanidad, Domino Park, das Tower Theater, der Jose-Marti-Park, die Firestone-/Walgreens-Gebäude, die katholische Kirche St. John Bosco. Es gilt als die bestbekannte Gemeinschaft von Exilkubanern weltweit. Der Name Little Havana kam in den 1960-er Jahren auf, als die Zahl der in diesem Gebiet siedelnden Kubaner signifikant anstieg. Der Stadtteil grenzt an den Westen von Downtown-Miami. Es erstreckt sich von westlich des Miami Rivers über einige Kilometer. Vorher waren die Stadtteile als Shenandoah und Riverside bekannt. Little Havana ist berühmt als politische und kulturelle Hauptstadt der Kubanoamerikaner. Es ist Zentrum der Gemeinschaft der Exilkubaner. Little Havana steht für lebhafte Straßen, exzellente Restaurants, vielfältige kulturelle Aktivitäten, kleinen Familienunternehmen, politische Passion und engen Zusammenhalt zwischen den Bewohnern.

Dort hatten wir auch 20 Minuten Aufenthalt, damit der Busfahrer seine Provision im Zigarrenladen sichern konnte. Denn er empfahl einen bestimmten Laden (Cuba Tobacco Cigar Co.), der aber wirklich gute Zigarren hat. Es sind echte kubanische Zigarren. Allerdings ist der Import und Verkauf von (fertigen) kubanischen Zigarren in USA aufgrund des Kuba Embargos verboten. Deshalb importiert man nur den Tabak, welche aus der Dominikanischen Republik kommt, aber aus kubanischen Samen entstammt. Gerollt werden die Zigarren dann (leider nicht auf Schenkeln hübscher junger Frauen) in “Little Havanna”, Miami.

Anschließend gab es dann noch die Bootstour durch die Biscayne Bay, dem 2. Nationalpark neben den Everglades, in dem Miami liegt. Abgelegt vom Yachthafen Bayfront Park, zu den vor Miami Beach gelagerten kleineren Inseln, wo zumeist die Reichen Ihre Villen haben, deshalb wird es auch die “Millonaires Row” genannt. So wurde erzählt, dass u.a. Cher, Elizabeth Taylor, Puff Daddy, Madonna, Ricky Martin, Shakira, Julio Iglesias, Silvester Stallone, Gloria und Emilio Estefan und viele andere entweder im Moment oder früher bereits dort Ihre Villa hatten. Dort ist scheinbar ein Kommen und Gehen. Wem aktuell die ein oder andere Villa gehört, steht nicht immer fest. Al Capone gehört zumindest keine mehr, aber auch er hatte dort eine Villa.

Nach der Bootstour bin ich dann zu Fuß zum Hotel, was ja nicht allzu weit vom Anlegepunkt entfernt liegt. Dort habe ich mich dann erst mal frisch gemacht und etwas geruht. Gegen 20.00h habe ich dann überlegt, was ich denn essen möchte. Zunächst dachte ich, das “Capital Grille“, was ich von meinem Balkon auf der Brickell Ave. sehen kann, könnte ganz nett sein. Die Webseite ließ mich jedoch erahnen, dass es teuer sein könnte. Außerdem habe ich nächste Woche bestimmt wieder in Texas Steaks. Mich hat es irgendwie nach Cajun Küche gelüstet, aber der Reiseführer hat nichts hergegeben. Also bin ich zunächst wieder zum Foodcourt des Bayside Marketplace gelaufen. Hinterher fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch im Art Déco Distrikt hätte essen gehen können. Bei Nacht soll er ja wunderbar sein. Also bin ich ins nächste Taxi eingestiegen und habe mich dorthin fahren lassen. Denn das Wetter für morgen soll schlecht werden . Ein kleiner tropischer Sturm mit Gewitter und Regen ist angekündigt. Dann käme diese sehenswerte Gegend sicher nicht so gut rüber bei Regen … Da ich morgen früh wieder für die nächste Tour dorthin muss, habe ich mir wenigstens schon einmal ein paar Frühstücksrestaurants angesehen … Auch für einen evtl. nächsten Urlaub einige schöne und preiswerte Hotels. Schade, dass ich diese nicht bereits von Deutschland aus gefunden habe. Aber selber ansehen (mit Zimmerbesichtigung) ist halt doch besser!

Empfehlenswert scheint mir das Hotel "The Clifton". Sehr stylish, moderne Zimmer und im April hätte ein Einzelzimmer pro Nacht ca. US$90 gekostet (plus Steuern, Frühstück, etc. / Angaben ohne Gewähr)!

Sowohl bei der City Tour als auch bei der Bootstour sind mir als “Miami Vice” Fan doch viele Szenen eingefallen. Insbesondere die McArthur Causeway Bridge, welche Downtown mit Miami Beach verbindet, aber auch die zahlreichen Villen. Nicht zuletzt jedoch das Art Déco Viertel, wo sehr viele Szenen gedreht wurden, erinnerte an “Miami Vice”. Den Fans von “CSI Miami” sei gesagt, die wenigsten Szenen spielen in Miami, sondern eher in Hollywood und den dortigen Studios (lt. Aussage der Tourguides).


Tag 3 - Miami Duck Tour & South Beach

Der heutige Tag war etwas unspektakulärer, dafür gab es doch einige partielle Highlights. Abgesehen davon ging es stellenweise verdammt heiß zu und das nicht nur Wettertechnisch gesehen mit über 35°C in Miami Beach!! Da kommt man selbst am Strand richtig ins Schwitzen.

Angefangen hat der Tag mit einem Frühstück im Café Des Arts, im Art Déco Distrikt, Miami Beach. Ein Omelette mit Toast und Marmelade, einen Café Latte und zum Abschluss einen Blaubeer/Jogurt Smoothie.

Danach ein kurzer Abstecher an den Strand von Miami Beach, ein Block weiter am Ocean Drive. Der Strand ist unheimlich weitläufig, leider keine Palmen, dafür kann man Liegestühle oder Schattenzelte mieten.

Kurz zurück über den Ocean Drive und dann in die James Avenue, zum Büro der Miami Duck Tours, um meinen Gutschein einzulösen, den ich über Viator gebucht hatte. Telefonisch hatte ich die Fahrt für 11.00h bestätigt. Auch hier hat alles bestens geklappt. Bei der 90-minütigen Tour handelt es sich um eine Fahrt in einem Amphibienfahrzeug. Hier fährt man dann durch South Beach zur Biscayne Bucht, wo es dann ins Wasser geht, um an Palm Island, Star Island und Hibiscus Island (die Millionaires Row) vorbei zu schwimmen. Die Inseln sind übrigens alle künstlich aufgeschüttet und beherbergen einige der teuersten Villen der Welt.

Während der Fahrt merkte man schnell, dass der Tourguide (in unserem Fall eine Frau) vom üblichen Einerlei abweicht und eher ein Entertainer und Comedian ist, denn die Tour wird sehr lebhaft moderiert. Die Gäste werden stark mit eingebunden, z.B. werden Fußgänger von Zeit zu Zeit mit einem Gequake begrüßt, es wird ein kleines Quiz veranstaltet und natürlich auch viel Information lebhaft rüber gebracht. Keineswegs eine trockene Tour, sondern sehr zu empfehlen.

Weiter ging die Tour durch das Art Déco Viertel über den Ocean Drive und zurück zum Ausgangspunkt.

Nach der Tour bin ich dann ein Badetuch kaufen gegangen, um mich dann selbst etwas an den Strand zu legen. Es war einfach herrlich, Sonne und Meer an diesem tollen, weißen Strand zu genießen. Das Wasser war teilweise Türkis gefärbt und klar. Der Strand flach abfallend, der Wellengang angenehm. Wo wir beim Punkt wären. Der Wetterbericht für diesen Nachmittag verhieß, Regen, Gewitter und ein leichter Tropensturm sollte aufkommen. Die Strandwachtürme hatten auch schon vorsichtig entsprechend beflaggt (wenn ich die Erklärung richtig interpretiert hatte). Außer ein paar Tropfen am späten Nachmittag war jedoch von dem schlechten Wetter nichts zu spüren und der Wellengang war nicht schlimmer geworden.

Was mich an diesem und dem gestrigen Tag am meisten beeindruckt hat, waren nicht die schönen, teuren und großen Villen auf den künstlichen Inseln, sondern mehr das Art Déco Viertel mit den tollen Hotels und Bauten in ihren Pastellfarben und der nächtlichen Neonbeleuchtung. Wie in Miami Vice!

Am Nachmittag habe ich dann im Mango’s Tropical Cafe einen leckeren Citrus Cooler getrunken und einen New York Cheesecake mit Erdbeereis gegessen. Die Bedienungen des Lokals selber sind sehr speziell, aber äußerst freundlich. Das Outfit passt eigentlich besser ins horizontale Gewerbe, aber ist dort Teil des Geschäftskonzepts. Das Lokal war voll, das Konzept scheint aufzugehen.

Beim weiteren Bummel über den Ocean Drive bin ich dann an irgendwelchen Models vorbei gekommen, die gerade ein Fotoshooting hatten und irgendeine berühmte Persönlichkeit (hat neben Fernsehen und Paparazzos etliche Gäste aus umliegenden Cafés, Restaurants und Hotels angelockt, die teilweise schrien). Wahrscheinlich hat es sich um irgendeinen (mir nicht) bekannten Rapper gehandelt.

Abends bin ich dann wieder zum Ocean Drive, um dort essen zu gehen. Diesmal war ich im TGI Fridays, dort habe ich dann einen Salat und Steak mit Shrimps gegessen.


Tag 4 - Brickell / Finanz Distrikt

Den heutigen Tag habe ich etwas entspannter genossen. Es war auch recht bewölkt, dennoch sehr warm.

Begonnen habe ich den Tag mit einem späten Frühstück auf der Terrasse des Hotelrestaurants. Anschließend habe ich einen Spaziergang durch das benachbarte Brickell Finanzviertel unternommen. Ziel sollte das Hotel Atlantis an der Brickell Avenue sein. Dieses Hotel ist berühmt und bekannt aus dem Vorspann von Miami Vice.

Ein kleiner (zufälliger) Umweg durch die historische South Miami Avenue zeigte mir eine sehr schöne Wohngegend, mit mal nicht ganz so teuren Villen. Sehr nette Leute, die freundlich grüßen und sich gerne auch mal mit mir unterhalten haben, um mir den Weg zum Atlantis zu zeigen.

Nachdem ich es gefunden hatte, bin ich dann zur nächsten Metromover Station gegangen (ein herzliches Dankeschön an NOKIA, welches auf meinem Handy seit Anfang des Jahres kostenlos eine Navigationssoftware zur Verfügung stellt), um dann wenigstens einmal eine Fahrt damit durch Downtown unternommen zu haben.

In Downtown gibt es den Freedom Tower (der in den 60′er Jahre die Anlaufstelle für die kubanischen Einwanderer war), das American Airlines Stadion (u.a. Home der Miami Heats Basketballer und MTV Awards) und auch das Miami Dade County Courthouse (auch bekannt aus Miami Vice). Und natürlich ein paar Shops, u.a. Macy’s. Aber Kleidung gibt es in den Outlet Malls von Texas definitiv viel günstiger …

Am Abend bin ich dann nochmal nach South Beach gefahren, und habe dort im Foxcafé am Ocean Drive gegessen. Als Vorspeise Bruschetta auf 3 Arten (klassisch, mit Lachs und mit Schinken) und als Hauptspeise gab es dann Seebrasse mit Garnelen und Muscheln mit Kartoffelbrei und Gemüse. Als Getränk hatte ich eine “Ultimate Strawberry Margarita”. Auf dem Weg nach South Beach konnte ich den Taxifahrer dann noch überreden, auf der McArthur Causeway einen Stop einzulegen, damit ich die Skyline bei Nacht fotografieren konnte. Glücklicherweise setzte der Regen erst 2-3 Stunden später ein, laut Taxifahrer würde nun die Regensaison beginnen.… Die perfekte Jahreszeit sei von November bis Anfang April – da habe ich ja richtig Glück gehabt.


Unterkünfte, Essen & Trinken, Sonstiges

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele


Quellenangabe

Dieser Artikel enthält Auszüge aus dem Artikel Miami aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren dieser Texte verfügbar.