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USA

Miami (Florida) 2010

Bewertung: 5 / 5

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Tag 2 - Everglades und Miami

Heute war volles Programm angesagt. Nach einem kleinen Frühstücksbuffet im Hotel, bin ich mit dem Taxi nach South Beach gefahren (~US$ 20,00 für ca. 15 Minuten Fahrt).  Dort ist das Büro des Reiseveranstalters.

Über www.viator.com habe ich bereits im Vorfeld meine Shuttlebusse zum/vom Hotel/Flughafen, die Ausflugsfahrt ”Everglades National Park, Stadtrundfahrt durch Miami und Bootsfahrt durch die Bucht von Biscayne” und die morgige “Miami Duck Tour” gebucht.

Im Nachhinein habe ich zwar über den lokalen Reiseveranstalter nichts Gutes gelesen (viele Beschwerden, schlechter Service, schlechte Tour), aber dies konnte ich zum Glück nicht bestätigen, auch wenn der Anfang etwas chaotisch war.

Von Miami Beach führte die Tour zunächst über den Timiami Trail in die Everglades. Vorbei an dem quasi Reservat (und Spielkasino) der Miccosukee Indianer, um dann nach ca. 45 Minuten Fahrt am Gator Park anzukommen. Dort hatten wir dann ca. 20 Minuten Fahrt auf einem Airboat. Teilweise ruhig, teilweise rasant. Die Landschaft war sehr beeindruckend. Noch beeindruckender waren die Alligatoren, welche uns hier und dort mal begegnet sind. Im Park selber gab es dann eine Alligator Wrestling-Show des Rangers mit einem ausgewachsenen Alligator (der Ranger hat gewonnen, weil er alle Tricks kannte).  Dann wurde ein Baby-Alligator gezeigt und ein 3-Jahre alter Alligator, der dann auch von den Besuchern für ein Foto gehalten werden durfte (armes Kerlchen).

Nach einer Stärkung vor Ort ging es mit dem Bus zurück nach Miami Downtown, dem Bayfront Park. Dort hatten wir eine 3/4 Stunde Pause, um dann anschließend die Tour mit der Stadtrundfahrt fortzusetzen. Wir fuhren zunächst durch Downtown nach Coconut Grove.

Coconut Grove ist ein Stadtviertel in Miami, Florida in Miami-Dade County, USA. In Coconut Grove befinden sich eine Reihe denkmalgeschützter Gebäude, die in das National Register of Historic Places (NRHP) aufgenommen wurden, darunter die Anfang des 20. Jahrhunderts von Clinton MacKenzie und Phillippe Feliz Rebom im Spanish Colonial Revival Style errichtete Plymouth Congregational Church, und die Villa Vizcaya, 1910–16 erbaut für James Deering (1859–1925), einen der Gründer des modernen Miami. Einige Gebäude auf dem Anwesen der Villa Vizcaya wurden ebenfalls durch den Architekten Clinton MacKenzie (1872–1940) entworfen. Die Villa Vizcaya wurde von den Erben Deerings dem Miami-Dade County gestiftet. Der County betreibt darin heute unter dem Namen Vizcaya Museum and Gardens ein kunsthistorisches Museum mit einem botanischen Garten. Coconut Grove, ursprünglich “Cocoanut Grove” geschrieben und von den einheimischen kurz “The Grove” genannt, wurde 1825 gegründet und blieb 100 Jahre lang eigenständig. 1925 wurde der Ort in die Stadt Miami eingemeindet.

Danach ging es nach Coral Gables, einem Stadtteil gebaut vom Reißbrett. Coral Gables wurde von George E. Merrick, einem Städteplanungsvisionär und Wegbereiter des “New Urbanism”, entworfen.

Zum Schluss ging es dann noch durch Little Havana (span.: La Pequeña Habana), ein Ortsteil und ehemaliger in Miami mit zahlreichen kubanischen Immigranten. Little Havana wurde nach der kubanischen Hauptstadt und Kubas größter Stadt Havanna benannt. Little Havana ist in Europa und Amerika bekannt für die sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten. Seine Festivitäten wie der Miami-Karneval, die Kultur-Freitage oder die Drei-Königs-Parade werden jährlich in alle Teile der Welt via TV übertragen. Bemerkenswert sind auch Sehenswürdigkeiten, wie die Calle Ocho (S.W. 8 St – deutsch: 8. Straße), dem Walkway of the Stars (Fußweg der Stars), der an Latino-Stars wie Celia Cruz, Willy Chirino oder Gloria Estefan erinnert, der Cuban Memeorial Boulevard (Kuba-Gedächtnis-Boulevard), Plaza de la Cubanidad, Domino Park, das Tower Theater, der Jose-Marti-Park, die Firestone-/Walgreens-Gebäude, die katholische Kirche St. John Bosco. Es gilt als die bestbekannte Gemeinschaft von Exilkubanern weltweit. Der Name Little Havana kam in den 1960-er Jahren auf, als die Zahl der in diesem Gebiet siedelnden Kubaner signifikant anstieg. Der Stadtteil grenzt an den Westen von Downtown-Miami. Es erstreckt sich von westlich des Miami Rivers über einige Kilometer. Vorher waren die Stadtteile als Shenandoah und Riverside bekannt. Little Havana ist berühmt als politische und kulturelle Hauptstadt der Kubanoamerikaner. Es ist Zentrum der Gemeinschaft der Exilkubaner. Little Havana steht für lebhafte Straßen, exzellente Restaurants, vielfältige kulturelle Aktivitäten, kleinen Familienunternehmen, politische Passion und engen Zusammenhalt zwischen den Bewohnern.

Dort hatten wir auch 20 Minuten Aufenthalt, damit der Busfahrer seine Provision im Zigarrenladen sichern konnte. Denn er empfahl einen bestimmten Laden (Cuba Tobacco Cigar Co.), der aber wirklich gute Zigarren hat. Es sind echte kubanische Zigarren. Allerdings ist der Import und Verkauf von (fertigen) kubanischen Zigarren in USA aufgrund des Kuba Embargos verboten. Deshalb importiert man nur den Tabak, welche aus der Dominikanischen Republik kommt, aber aus kubanischen Samen entstammt. Gerollt werden die Zigarren dann (leider nicht auf Schenkeln hübscher junger Frauen) in “Little Havanna”, Miami.

Anschließend gab es dann noch die Bootstour durch die Biscayne Bay, dem 2. Nationalpark neben den Everglades, in dem Miami liegt. Abgelegt vom Yachthafen Bayfront Park, zu den vor Miami Beach gelagerten kleineren Inseln, wo zumeist die Reichen Ihre Villen haben, deshalb wird es auch die “Millonaires Row” genannt. So wurde erzählt, dass u.a. Cher, Elizabeth Taylor, Puff Daddy, Madonna, Ricky Martin, Shakira, Julio Iglesias, Silvester Stallone, Gloria und Emilio Estefan und viele andere entweder im Moment oder früher bereits dort Ihre Villa hatten. Dort ist scheinbar ein Kommen und Gehen. Wem aktuell die ein oder andere Villa gehört, steht nicht immer fest. Al Capone gehört zumindest keine mehr, aber auch er hatte dort eine Villa.

Nach der Bootstour bin ich dann zu Fuß zum Hotel, was ja nicht allzu weit vom Anlegepunkt entfernt liegt. Dort habe ich mich dann erst mal frisch gemacht und etwas geruht. Gegen 20.00h habe ich dann überlegt, was ich denn essen möchte. Zunächst dachte ich, das “Capital Grille“, was ich von meinem Balkon auf der Brickell Ave. sehen kann, könnte ganz nett sein. Die Webseite ließ mich jedoch erahnen, dass es teuer sein könnte. Außerdem habe ich nächste Woche bestimmt wieder in Texas Steaks. Mich hat es irgendwie nach Cajun Küche gelüstet, aber der Reiseführer hat nichts hergegeben. Also bin ich zunächst wieder zum Foodcourt des Bayside Marketplace gelaufen. Hinterher fiel mir ein, dass ich ja eigentlich auch im Art Déco Distrikt hätte essen gehen können. Bei Nacht soll er ja wunderbar sein. Also bin ich ins nächste Taxi eingestiegen und habe mich dorthin fahren lassen. Denn das Wetter für morgen soll schlecht werden . Ein kleiner tropischer Sturm mit Gewitter und Regen ist angekündigt. Dann käme diese sehenswerte Gegend sicher nicht so gut rüber bei Regen … Da ich morgen früh wieder für die nächste Tour dorthin muss, habe ich mir wenigstens schon einmal ein paar Frühstücksrestaurants angesehen … Auch für einen evtl. nächsten Urlaub einige schöne und preiswerte Hotels. Schade, dass ich diese nicht bereits von Deutschland aus gefunden habe. Aber selber ansehen (mit Zimmerbesichtigung) ist halt doch besser!

Empfehlenswert scheint mir das Hotel "The Clifton". Sehr stylish, moderne Zimmer und im April hätte ein Einzelzimmer pro Nacht ca. US$90 gekostet (plus Steuern, Frühstück, etc. / Angaben ohne Gewähr)!

Sowohl bei der City Tour als auch bei der Bootstour sind mir als “Miami Vice” Fan doch viele Szenen eingefallen. Insbesondere die McArthur Causeway Bridge, welche Downtown mit Miami Beach verbindet, aber auch die zahlreichen Villen. Nicht zuletzt jedoch das Art Déco Viertel, wo sehr viele Szenen gedreht wurden, erinnerte an “Miami Vice”. Den Fans von “CSI Miami” sei gesagt, die wenigsten Szenen spielen in Miami, sondern eher in Hollywood und den dortigen Studios (lt. Aussage der Tourguides).

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