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Tschechien

Prag 2008

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Prag WappenDienstreise

14.10.2008 - 16.10.2008

Im Rahmen einer Dienstreise hatte ich Gelegenheit diese sehr schöne Stadt ein wenig kennen zu lernen. Bilder und Beschreibungen zu den verschiedenen Stationen in der Stadt, welche ich zu Fuß erkundigt habe, z.B. der Wenzelsplatz, die Altstadt, Karlsbrücke, Burgviertel und die Prager Burg. Weiterhin Informationen zu Unterkünften und Ausgehtips.

Unterkunft: Hotel Ametyst (****) und Novotel am Wenzelsplatz (****)

Wissenswertes

Prag (tschechisch Praha beziehungsweise Hlavní mesto Praha, deutsch Hauptstadt Prag) ist die Hauptstadt und zugleich bevölkerungsreichste Stadt der Tschechischen Republik. Gleichzeitig ist Prag selbstständige Verwaltungseinheit.

Die Umgebung der Stadt ist seit der Frühgeschichte dicht bevölkert. Die slawische Besiedlung erfolgte im 6. Jahrhundert, nach einer über 500 Jahre langen germanischen Periode (Markomannen). Nach der Anlage zweier Burgen durch die Premysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen jüdische und deutsche Kaufleute hinzu. Um 1230 wurde Prag zur Residenzstadt des Königreichs Böhmen und im 14. Jahrhundert als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches zu einem politisch-kulturellen Zentrum Mitteleuropas.

Die „Goldene Stadt“ zeigt ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild.

Geschichte

Die Besiedlung des Gebietes reicht bis ins Paläolithikum zurück. Das Prager Becken gehörte während der gesamten Ur- und Frühgeschichte zu den am dichtesten und nahezu durchgängig besiedelten Landschaften Böhmens. Bis etwa 50 v.Chr. siedelten hier die keltischen Boier, dann über 500 Jahre die germanischen Markomannen. Erste slawische Gruppen stießen etwa ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts in das Gebiet vor. Im 9. Jahrhundert wurde die Prager Burg mit dem unterhalb im Bereich der heutigen Kleinseite liegenden Suburbium und im 10. Jahrhundert eine zweite Burg auf dem Vyšehrad als Sitz der Premysliden angelegt. Im Schutz der beiden Burgen entwickelten sich auf beiden Seiten der Moldau Ansiedlungen deutscher und jüdischer Kaufleute und einheimischer Handwerker. Um 1230/1234 ließ König Wenzel I. die größte dieser Siedlungen an der Moldaubiegung befestigen und erteilte ihr das Stadtrecht. Prag wurde damit zur königlichen Residenzstadt der böhmischen Herrscher. Sein Sohn Premysl Ottokar II. vertrieb die auf dem anderen Moldauufer unterhalb der Burg ansässige tschechische Bevölkerung und gründete 1257 die erste Prager Neustadt, die heutige Kleinseite (Malá Strana). Als dritte Prager Stadt wurde vor 1320 von den Burggrafen die abhängige Hradschin-Stadt (auch Burgstadt, Hradcany) unmittelbar westlich der Burg angelegt.

Unter Kaiser Karl IV. und seinem Sohn Wenzel IV. erblühte die Stadt als Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wirtschaftlich, kulturell, politisch und auf vielen weiteren Gebieten. Hier wurde 1348 die Karls-Universität als erste Universität in Mitteleuropa gegründet. Die Prager Universität war somit die erste deutsche Universität. Durch den Bau der Prager Neustadt im selben Jahr wurde die Agglomeration mit weit über 40.000 Einwohnern viertgrößte Stadt nördlich der Alpen und hinsichtlich ihrer Fläche drittgrößte Stadt in Europa. Ab dem Jahr 1419 wurde sie jedoch in den Hussitenkriegen schwer erschüttert und teilweise zerstört.

Ende des 16. Jahrhunderts machte Kaiser Rudolf II. Prag wieder zur Residenzstadt. Von dieser Zeit zeugen prachtvolle barocke Palais und Kirchen. Durch den zweiten Prager Fenstersturz wurde dann der Dreißigjährige Krieg ausgelöst, und auch der Siebenjährige Krieg hinterließ Spuren.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlebte Prag einen bedeutenden kulturellen Aufschwung. Es entstanden unter anderem das Nationalmuseum und das Nationaltheater. Um 1860 verlor Prag seine seit dem Mittelalter bestehende deutsche beziehungsweise deutschsprachige Bevölkerungsmehrheit. Bei der tschechoslowakischen Volkszählung von 1930 gaben noch 42.000 Prager Deutsch als Muttersprache an, sie lebten vor allem im Stadtzentrum (Stadtteile Altstadt und Kleinseite).

Um 1900 war das nach außen weltoffene Prag Sitz der ersten im Gebiet des mittelalterlichen Deutschen Reiches gegründeten Universität, einem Treibhaus für Künstler und nachwachsende Literaten. Allein drei Dichterkreise wetteiferten miteinander: Den engeren Prager Kreis bildeten Max Brod und seine Freunde Franz Kafka, Felix Weltsch und Otto Baum. Der Verein „Wefa“ umfasste viele Autoren, die heute kaum noch bekannt sind, wie Friedrich Adler. Einem anderen Verein, dem neuromantischen Kreis Jung-Prag, gehörten zum Beispiel Rainer Maria Rilke, Gustav Meyrink, der beruflich in Prag zu tun hatte, und der junge Franz Werfel an. In dieser Zeit war Prag als Stadt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn durch einen regen Austausch zwischen den Nationalitäten geprägt.

Seit 1939 war Prag als Hauptstadt des Protektorates Böhmen und Mähren vom Deutschen Reich besetzt. 1939 lebten etwa 120.000 Juden in den böhmischen Ländern, viele davon in Prag. Von diesen wurden etwa 78.000 von den Nationalsozialisten ermordet.

Als am 1. Mai 1945 in Prag die Nachricht vom Selbstmord Hitlers bekannt wurde, wurde die aus Berlin angeordnete dreitägige Trauerbeflaggung noch ohne Widerstand durchgeführt. Erst am Nachmittag des 4. Mai kam es in der Stadt zu einem Aufstand, der auch von den Truppen der Russischen Befreiungsarmee des Generals Wlassow unterstützt wurde, und zu Barrikadenkämpfen. Am 9. Mai erreichten die Truppen der Roten Armee Prag und konnten es nach Kämpfen einnehmen. Auf Anordnung Stalins wurden viele Angehörige der Prager Einheiten der Wlassow-Armee ebenso wie Wlassow selbst inhaftiert.

Unmittelbar nach Kriegsende im Mai 1945 wurden die Prager Deutschen fast ausnahmslos vertrieben. Viele von ihnen wurden zunächst interniert, etwa 5.000 wurden umgebracht. 1945 wurden auch die in Prag ansässigen Ungarn enteignet und bis 1947 zum Teil nach Ungarn zwangsausgesiedelt.

Das ganze 20. Jahrhundert hindurch behielt Prag den Rang einer europäischen Metropole. Dem konnten weder die deutsche noch die sowjetische Besetzung oder der autoritäre Kommunismus sowjetischer Prägung etwas anhaben. Während des Prager Frühlings 1968 wurde auf friedliche Weise versucht, den vorherrschenden autoritären Sozialismus durch einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz zu ersetzen. Dies wurde von Truppen des Warschauer Pakts mit Waffengewalt niedergeschlagen.

1989 war Prag Schauplatz der so genannten Samtenen Revolution, die das Ende des sozialistischen Regimes in der damaligen Tschechoslowakei bedeutete. Zudem haben die Ereignisse in der bundesdeutschen Prager Botschaft, als Zufluchtsort von Flüchtlingen aus der DDR, gesamtdeutsche Geschichte geschrieben. 


Anreise

Der Grund meiner Reise war dienstlich. Ich habe mich dort mit unserem neuen Geschäftspartner für eine Schulung getroffen. Wir haben uns bereits für den Abend zu einem Essen verabredet und sind dann in die Innenstadt gefahren, wo wir in der Tiefgarage des Einkaufzentrums “Palladium” geparkt haben. Ein kurzer Spaziergang über den Platz der Republik führte uns dann über den Altstädter Ring (”Starometskeke Namesti“). Auf Prags ältestem Platz wurden schon im 12. Jahrhundert Waren umgeschlagen. Dieser Platz ist wunderschön und bietet viele Restaurants, Cafés und Shops. Ganz in der Nähe hatte mein Geschäftspartner dann ein italienisches Restaurant ausgewählt, welches tatsächlich sehr gemütlich und edel war, das Personal ausgesprochen freundlich und das Essen (u.a. hausgemachte Pasta) vorzüglich waren.

Als Unterkunft hatte ich das Hotel Ametyst gewählt. Ein sehr schönes Hotel im bekannten Stadtteil Vinohrady, ca. 1923 erbaut, aber modern eingerichtet. Das Frühstücksbuffet ist schlicht, aber ausreichend. Das Restaurant selber habe ich nicht getestet. Lt. Hotelbeschreibung hat man zur Innenstadt einen Fußweg von ca. 10 Minuten. Meiner Erfahrung nach sind es locker 20 Minuten (aber vielleicht hab ich mich ein wenig verlaufen). U Bahnhofstation Namesti Miru (Linie A) oder I.P. Pavlova (Linie C) sind 5 Minuten zu Fuß.

Am nächsten Abend hatte ich nach dem geschäftlichen Teil noch Gelegenheit, ein wenig durch die Prager Innenstadt zu bummeln.


Besichtigung

Los ging’s in der Früh zu Fuß Richtung Wenzelsplatz. Lt. Beschreibung vom Hotel (im Stadtteil Vinohrady) ca. 10 Minuten. Sind wir Deutschen eigentlich die Einzigen, die wissen, wie lange 10 Minuten dauern? Die Iren wissen es jedenfalls nicht und die Tschechen verschätzen sich offenbar ebenfalls. Jedenfalls liegt das Hotel nicht in “unmittelbarer Nähe” des Wenzelsplatzes und keine 10 Minuten entfernt! Und diesmal hatte ich schon den Reiseführer mit Karte dabei und bin den direkten Weg gegangen (dachte ich zumindest).

OK, angekommen am Wenzelsplatz (Stadtteil Stare Mesto / Prager Altstadt) und nun bei Tag besichtigt. Hier haben lt. Reiseführer zahlreiche Proteste in den letzten Jahrhunderten Ihren Anfang gehabt. Unter anderem auch der sogenannte “Prager Frühling“.



Läuft man den Wenzelsplatz entlang, kommt man zum Altstädter Ring, einem wunderschönen Platz. Seitlich zahlreiche kleinere Gassen, alle mit Geschäften und Restaurants. Von hier aus kommt man auch zur Karlsbrücke, was mein nächstes Ziel war. Der Weg führte mich durch zahlreiche schöne Gassen, vorbei an alten Häusern aus unterschiedlichen Epochen (Gothik, Barock, usw.).



Die Karlsbrücke ist das Wahrzeichen von Prag und führt über die Moldau zum Stadtviertel Hradcany (Burgviertel).



Im Burgviertel kommt man vorbei an zahlreichen Botschaften und gelangt auf den Hügel zur Prager Burg (Hradschin). Dies ist das weltweit größte zusammenhängende Burgareal. Von dort oben hat man einen guten Ausblick auf Prag. Um 12.00 Uhr ist jeden Tag Wachwechsel. Leider war ich zu langsam und habe nur noch die Reste davon mitbekommen. Nach einer Besichtigung von Teilen der Burg habe ich dort oben in einem Restaurant etwas gegessen. Einige Restaurants besitzen die Unsitte, eine Gedeckgebühr zu verlangen (gehörte Böhmen nicht mal irgendwie zu Österreich? Die haben doch auch sowas … Ist also schon eine sehr alte Form den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen).



Anschließend ging es zu Fuß zurück, Richtung Altstädter Ring, einen Kaffee trinken und etwas bummeln im Palladium.

Gegen Abend bin ich zunächst ins Hotel zurück, um dann später sehr gut im nahe liegenden Restaurant “Doba” böhmisch zu essen.


Unterkünfte, Essen & Trinken

Sehenswürdigkeiten

Insidertips


Quellenangabe

Dieser Artikel enthält Auszüge aus dem Artikel Prag aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren dieser Texte verfügbar.