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Spanien

Barcelona 2006 + 2009

Bewertung: 5 / 5

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Viva Espania, Viva Catalunya, Bienvenido Barcelona! 

Mitten im August einen Städtetrip in eine spanische Metropole zu unternehmen, mag für einige verrückt klingen - dachten wir uns auch!

In der Annahme, dass der Touristenandrang im Sommer dann vielleicht weniger ist, unternahmen wir einen 3 Tages-Trip nach Barcelona.Die Stadt Barcelona hat rund 1,6 Mio. Einwohner, wider aller Annahmen kamen noch mal gefühlte 1 Mio. Touristen dazu – somit waren wir nicht die Einzigen die im Hochsommer eine Städtereise unternahmen. Die Stadt war voll, aber nicht überfüllt, jeder findet hier seinen Platz… 

Wir haben uns bereits zu Hause über das Internet eine Barcelona Card bestellt. Diese beinhaltet neben den kostenlosen Fahrten mit U- und S- Bahnen, freie und erheblich reduzierte Eintrittsgelder für verschiedene Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Diese Karte ist unbedingt zu empfehlen, alleine durch die kostenlosen Bahnfahrten, rechnet sie sich schon. 

Unser Hotel war das „Prestige Congress Barcelona“. Ein sehr schönes, 4 Sterne Hotel, mit allem Komfort und modern ausgestatteten Zimmern. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Es gibt auch einen eigenen, kostenlosen Flughafen Transfer.

Die Lage ist etwas außerhalb der Stadt, in der Nähe des Messegeländes und großen Einkaufszentrums, aber in unmittelbarer Nähe einer S-Bahn Station, die direkt in die Stadt zum „Placa d´Espanya“ fährt. Von hier aus kommt man entweder mit dem Bus oder mit der U-Bahn zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten. Die Fahrt gestaltet sich recht unproblematisch, auch dank der Barcelona Card, die direkt als Ticket verwendet werden kann. 

Um die Zeit sinnvoll zu gestalten und alle Sehenswürdigkeiten zu erreichen, haben wir uns zunächst mal für eine Hop-on/Hop-off Tour entschieden. Es gibt in diesem Bereich 2 Anbieter; unsere Entscheidung galt der „Barcelona City Tour“. Dieser Anbieter hat eine West und eine Ost Route, welche beide im Gesamtpreis (€ 27 p.P. [Stand 08/2009]) enthalten sind. Zudem kann man noch zwischen einem 1- oder 2-Tages Ticket wählen, wobei die Preisdifferenz nur 6€ beträgt und somit wirklich zu empfehlen ist.Bei den zahlreichen und teilweise recht weit auseinander liegenden Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, fuhren wir beiden Routen einmal komplett ab. Wie es die Zeit zuließ haben wir uns dann die für uns interessanten Haltestellen vorgenommen, teilweise auch für den nächsten Tag, um wirklich alles in Ruhe ansehen zu können. Obligatorisch für diese Stadt ist alles was rund um Antoni Gaudi entstanden ist: Sagrada Familia, Parc Güell sowie diverse Gebäude in der Innenstadt. Von dem Hausberg Montjuïc hat man einen faszinierenden Blick auf die Stadt und den Hafen. Hier fährt die Seilbahn „Telefèric de Montjuïc“ hinauf, für deren Eintritt eine Ermäßigung in der Barcelona Card enthalten ist.

Das Colon Denkmal am Ende der Rambla ist ein großes Bauwerk, dass 60 Meter in die Höhe ragt. Auf dessen Spitze steht eine Statue von Kolumbus, die in Richtung Meer deutet. Der Eintritt ist durch die Barcelona Card kostenfrei.Achtung, dieses Bauwerk ist nichts für Menschen mit Platz,- oder Höhenangst! Im Inneren der Säule befindet sich ein Aufzug, dass direkt hinauf in den „Kopf“ des Denkmals führt. Von hier hat man ebenfalls einen super Rund-um-Blick. Man sieht auf Port Vell, dem Yachthafenbereich, genau gegenüber vom Colon.

Port Vell hat einen attraktiven Laufsteg über den Yachthafen, Rambla Del Mar genannt. Dieser führt zum Mare Magnum, zum größten Aquarium Europas „L'aquarium Barcelona“ und zum IMAX-Theater.  Dies sind sehr beliebte Ausflugsziele. Insbesondere das Aquarium ist sehr anschaulich, da es über einen Glastunnel verfügt, der direkt durch das Haifischbecken des Aquariums führt. Es ist sehr beeindruckend diese Tiere von Nahem zu sehen. 

Die Brücke oder der Laufsteg, der zum Mare Magnum führt, ist auch alleine schon den Weg wert, denn hier hat man eine bezaubernde Aussicht auf den Yachthafen. Diverse fliegende Händler säumen hier den Weg. Ein besonderes Schauspiel ist es, wenn die Polizei vorfährt. So schnell sind noch nie Handtaschen, Sonnenbrillen und div. Plagiate zusammen geräumt wurden. Findig wie die Händler sind, liegen die Waren auf einem großen viereckigen Tuch, dass an allen Ecken mit einem Seil verbunden ist. Bei Gefahr, ziehen sie die Fäden in der Mitte zusammen und können blitzschnell das Feld räumen.

Direkt rechts des Rambla Del Mar ist die Anlegestation der Golondrinas. Inhaber der Barcelona Card können dort kostenlos eine Hafenrundfahrt (ca. 3/4 Std.) machen.

Hinweis: im Mare Magnum gibt es das Restaurant „El Chipiron“ es ist absolut nicht zu empfehlen! - sehr auf Touristen-Abzocke programmiert und hat leider nur von außen ein schönes Ambiente! Finger weg!

Einen Tag haben wir darauf verwendet, ganz gemütlich, fernab von allen Touristenströmen, verschiedene Gassen und Wege im Zentrum zu erkunden. Hierbei haben wir ganz einheimische Ecken gefunden, tolle Tapas- Bars und liebe Menschen. Es lohnt sich hier immer verschiedene Wege zu gehen, dabei kann man sich aber nicht verlaufen, die meisten Strassen führen zum Hafen runter.

Ein absolutes Muss ist auch der Mercat de la Boqueria; leider kein Geheimtipp mehr, aber besonders sehenswert! Ein Marktplatz der besonderen Art; hier gibt es alle Lebensmittel, frisch vom Händler. Liebevoll aufgebaute Stände, stets ein freundliches Lächeln der Verkäufer und die vielen Eindrücke auf diesem Markt sind etwas Einzigartiges. Leider haben wir es nicht geschafft, dennoch gilt es als besonderer Tipp: Wer Einheimische und das Flair des südlichen Lebens live erleben will, der sollte frühmorgens in die Boqueria zum Stand „Pinotxo Bar“ (Pinocchio Bar) gehen und sich sein Frühstück dort schmecken lassen. Hier soll man die besten Köche der Stadt treffen können, die in gemütlicher Runde zusammen sitzen, nachdem sie ihren morgendlichen Großeinkauf für die Küchen erledigt haben. Es muss ein Highlight sein.

Nach einigen Souvenir Einkäufen und dem obligatorischen Gang über die La Rambla, wollten wir am Abend eine Paella essen gehen. Leider kann man als Tourist bei der großen Auswahl an Restaurants nicht erkennen, welches gut ist und welches nicht. Nach unserem Reinfall in dem Restaurant „El Chipiron“, direkt im Mare Magnum, haben wir uns ein Restaurant aus unserem Marco Polo Reiseführer ausgesucht. In der Nähe vom Hafen, auf der La Rambla, gibt es ein alt eingesessenes Restaurant mit dem völlig untypischen Namen „Egipt“.Wir wären nie auf die Idee gekommen, hier Tapas oder Paella zu essen, mussten aber eines Besseren belehrt werden. Ein sehr uriges Restaurant, mit einer typischen Tapas- Theke und der Spezialität Paella. Um den Abend ausklingen zu lassen, haben wir uns noch zu einer „Crema Catalan“ und einem halben Liter Sangria hinreißen lassen. Sehr lecker!

Um bei den kulinarischen Highlights zu bleiben; wer nicht im Hotel frühstücken möchte, sollte den Weg in das Cafe „La Opera“ nehmen. Dieses befindet sich auf der La Rambla, direkt gegenüber der alten Oper. Ziemlich mittig zwischen „Placa Catalunya“ und Hafen. Es besticht mit seinem alten Flair, der reichhaltigen Speisekarte, den Einheimischen Gästen und der großen Kuchen-Auswahl. Das Café hat auch einen großen Außen-Bereich mit Tischen, direkt auf der La Rambla, man sollte aber dennoch in das Cafe hineingehen. Zum Einen, um den Taschendieben auf der La Rambla entgegenzuwirken, zum Anderen, um dieses schöne Café mit allen Sinnen zu genießen! Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Diese Stadt hat tausend Gesichter, jede Menge zu bieten und man könnte mind. noch 1 Woche damit verbringen, jeden Tag etwas anderes zu besichtigen. Langweilig würde es bestimmt nicht werden.

Leider war für uns am 4. Tag der Urlaub vorbei und wir mussten uns verabschieden; von einer Stadt, die niemals schläft, die eine perfekte Mischung aus Berge, Metropole und Meer mit Strand bietet und kulinarisch vielerlei Hinsicht bezaubert!

Adiós Barcelona!

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