Diese Website benutzt Piwik, eine Open-Source-Software zur statistischen Auswertung der Besucherzugriffe. Piwik verwendet sog. "Cookies", Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieses Internetangebotes werden auf dem Server meines Anbieters in Deutschland gespeichert. Die IP-Adresse wird sofort nach der Verarbeitung und vor deren Speicherung anonymisiert. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; ich weise Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können.

Italien

Venetien 2011

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Venetien Kurzurlaub

29.07.2011 - 02.08.2011

Über die Plattform Groupon hatten wir einen Gutschein für zwei Übernachtungen im Hotel "Leon d'Oro", Venetien, mit der Option auf Verlängerung, erworben. Anfangs skeptisch, waren wir jedoch sehr angetan von diesem tollen, inhabergeführten Hotel mit authentischer italienischer Küche...

Unterkunft: Hotel Relais Leon d'Oro, Mirano

Wissenswertes

Venetien (oder Venezien), italienisch amtlich Regione del Veneto, oder venetisch Vèneto, ist eine Region in Nordostitalien mit 18.378 km² und 4.881.756 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012), deren regionale Hauptstadt Venedig ist.

Venetien ist mit 18.378 km² flächenmäßig die achtgrößte Region Italiens und rangiert mit seinen über 4,9 Millionen Einwohnern an fünfter Stelle.

Die Region grenzt im Osten an Friaul-Julisch Venetien, im Nordwesten an Trentino-Südtirol, im Westen an die Lombardei und im Süden an die Emilia-Romagna. Der Nordzipfel Venetiens grenzt an die österreichische Bundesländer Tirol (Bezirk Lienz) und Kärnten (Bezirk Hermagor). Es gibt jedoch keine direkte Straßenverbindung nach Österreich.

Nördlichster Punkt der Region ist die „Cima Vanscuro“ oder „Pfannspitze“ (2678 m ü.d.M.) an der österreichischen Grenze, südlichster Punkt ist die „Punta del Mezzanino“[2] rechtsseitig der Mündung des Po di Goro.

Geschichte

Historisch gesehen gehörte die Region die meiste Zeit zur Republik Venedig, deren Terraferma sie bildete. 1797 kam der größte Teil des Gebietes nach dem Frieden von Campo Formio zu Österreich. Nach der Niederlage Österreichs gegen Napoleon in Austerlitz und dem Pressburger Frieden wurde Venetien 1805 dem von Frankreich abhängigen Königreich Italien zugeschlagen; 1815 kam es durch den Wiener Kongress wieder zu Österreich.

Nach dem dritten Unabhängigkeitskrieg wurde die Region 1866 schließlich ein Teil Italiens: Da das mit Italien verbündete Preußen Österreich in der Schlacht von Königgrätz besiegt hatte, musste Österreich Venetien trotz seiner militärischen Erfolge im Süden an Frankreich (das eine nicht unbedingt neutrale, eher mit Piemont sympathisierende Vermittlerrolle einnahm) abtreten, das es dann an Italien weitergab.

Venetien war ein bedeutender Schauplatz des Ersten Weltkrieges. Dort wurde die entscheidende Schlacht von Vittorio Veneto geschlagen, woraufhin bei Padua der Waffenstillstand von Villa Giusti zwischen dem Königreich Italien und Österreich-Ungarn unterfertigt wurde. Nach der Annexion Südtirols wurden die ladinischen Gemeinden Cortina, Livinallongo und Colle Santa Lucia der venetischen Provinz Belluno zugeschlagen.

Zwischen 1943 und 1945 gehörte Venetien großteils zur Italienischen Sozialrepublik, die Provinz Belluno wurde der Operationszone Alpenvorland einverleibt. Zahlreiche Städte wurden durch die Alliierten bombardiert. Am schlimmsten traf es Treviso und Vicenza sowie die Hafenanlagen von Marghera, auch Padua und Verona wurden Ziel der Bombenangriffe.

Im Jahre 1963 wurde die Region von der Katastrophe von Vajont erschüttert. Am 9. Oktober löste sich eine 270 Millionen Tonnen schwere Flanke vom Monte Toc. Geröll und Steine rutschten in den Vajont-Stausee. 25 Millionen Tonnen Wasser schwappten über den Staudamm. Eine 160 Meter hohe Flutwelle vernichtete fünf Dörfer im Tal, unter anderem die Ortschaft Longarone. Fast 2000 Menschen kamen ums Leben. Es war eine der größten Naturkatastrophen, die sich je in Europa ereignet haben.

Infolge des italienischen Wirtschaftswunders (miracolo economico) entwickelte sich Venetien in den 1960er und 1970er Jahren von einer armen und kleinbäuerlich geprägten Region zu einer der industrialisiertesten und wirtschaftlich fortgeschrittensten Italiens. Mittelständische und exportorientierte Betriebe entlang der Autobahnverbindung Mailand-Verona-Venedig (Autostrada San Marco) bilden das Rückgrat der regionalen Wirtschaft. Landwirtschaft wird vor allem in großflächigen Plantagen betrieben, entlang der Adriaküste ist der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Aufgrund des Wohlstands kam es zu starker Zuwanderung aus anderen Gebieten Italiens und aus dem Ausland (siehe unten), was zusammen mit dem Strukturwandel zur Abschwächung lokaler Traditionen beitrug. Daher blühten in den letzten Jahren Autonomie-, ja sogar Unabhängigkeitsbestrebungen auf mit dem Ziel, sich von dem als korrupt und wirtschaftlich nicht leistungsfähig empfundenen italienischen Zentralstaat abzusetzen. Zu unterscheiden sind die Lega Nord, die inzwischen den Regionalpräsidenten Venetiens stellt - ihr Ziel ist die Schaffung einer autonomen „padanischen“ Nation in Nord- und Mittelitalien – und diverse Bewegungen, die das „Padanien“-Konzept ablehnen, sich für ein autonomes Venetien in seinen historischen Grenzen einsetzend (Venetischer Nationalismus).

Am 28. November 2012 nahm der Regionalrat von Venetien mit 29 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen die Regionalregierung in die Pflicht, sich auf internationaler Ebene um die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts des Volkes von Venetien zu bemühen, um eine Volksabstimmung abhalten zu können, die gegebenenfalls zur Loslösung von Italien führen könnte.

[mehr zur Geschichte]

Zusätzliche Informationen