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Irland

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Land & Leute

Die ersten Bewohner Irlands, die hier um 7500 v. Chr. lebten, waren mesolithische Jäger und Fischer, die vermutlich aus Schottland stammten. Sie siedelten an der Nordküste und in den größeren Tälern der Flussniederungen. 

Etwa 3500 v. Chr. wurden sie von neolithischen, ebenfalls aus Schottland stammenden Siedlern abgelöst, die den Ackerbau einführten. Die Bronzezeit begann in Irland um 2000 v. Chr. Die Inselbewohner schürften in dieser Periode nach Gold und schufen beeindruckende Metallarbeiten. Etwa 350 v. Chr. landeten Gruppen keltischer Stämme in Irland, von denen die Gälen die gesamte Insel bis 400 n. Chr. vom Südosten aus eroberten. Die Kelten hatten ein ausgeklügeltes Rechtssystem und schufen beeindruckende Kunstwerke. 

Der Großteil der irischen Bevölkerung ist keltischer Abstammung. Außerdem findet man eine kleine englische (anglo-irische) Minderheit. Fast ein Viertel der Bevölkerung lebt im Einzugsbereich der irischen Metropole Dublin. 

Alle Einwohner von Irland sprechen Englisch, das neben Irisch (Gälisch) auch Amtssprache ist. Straßen- und andere Hinweisschilder sind englisch und gälisch beschriftet, in den Schulen wird Gälisch und Englisch unterrichtet. 

Der Staat fördert die Verbreitung der Landessprache. Der Großteil der irischen Bevölkerung ist römisch- katholischen Glaubens, Minderheiten gehören der anglikanischen “Church of Ireland” oder anderen Glaubensrichtungen an. Die katholische Kirche hat auf die Kultur und Politik traditionell einen sehr großen Einfluss, der aber langsam abnimmt. Jedoch besuchen immer noch mehr als vier Fünftel aller Iren wöchentlich einen Gottesdienst. Die klare gesellschaftliche Trennung zwischen Katholiken und Protestanten ist nicht mehr so ausgeprägt, besteht aber weiterhin. Nach einem Referendum wurde 1995 – wenn auch nur mit knapper Mehrheit – das Scheidungsrecht eingeführt. Die erste gesetzmäßige Scheidung wurde 1997 vollzogen.

Nach dem Gesetz wird das heiratsfähige Alter mit 16 Jahren erreicht. Tatsächlich heiraten Iren aber meist erst ab Mitte 20. Die meisten Ehen werden in Kirchen geschlossen, nur ein geringer Prozentsatz in Standesämtern. 

In Dublin und anderen Städten haben sich Frauen mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt durchgesetzt. Sie machen etwa 33,7 Prozent der Erwerbstätigen (1997) aus. Ihre Löhne und Gehälter sind noch niedriger als die der Männer. 

Zweimal hintereinander haben die Iren Frauen zum Präsidenten des Landes gewählt. 

Die Iren sind begeisterte Sportler. Sie spielen gern Rugby, Fußball, Golf, Gälisches Football und Hurling. Letzteres ähnelt dem Hockey und wird mit einem Holzschläger und einem kleinen Lederball auf einem Fußballfeld gespielt. Hurling für Frauen wird Camogie genannt. Das gälische Football ist der Vorläufer des Australian Football. Seine Regeln ähneln denen des Fußballs, den Spielern ist es jedoch erlaubt, den Ball mit den Händen zu berühren. Punkte erzielt man, indem der Ball in oder über eine Art Tor gekickt wird. Fußball wurde in den letzten Jahren zum Breitensport. Dazu hat u. a. die erfolgreiche irische Nationalmannschaft beigetragen. Außerdem erfreut sich Angeln großer Beliebtheit. Hauptsächlich wird nach Forellen und Lachsen gefischt. Einer der sportlichen Höhepunkte des Jahres sind die internationalen Rugby-Spiele, die im Dubliner Lansdowne Road Stadion ausgetragen werden.

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