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Irland

Tour Herbst 2011 (Co. Cork, Co. Kerry)

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IrlandUrlaubsreise

08.09.2011 - 15.09.2011

Es wurde wieder einmal Zeit für einen Kurztrip. Da wir uns den südwestlichen Teil der Insel vorgenommen hatten, bot sich ein Flug von München nach Cork an. Wir waren sehr angenehm überrascht vom Flughafen Cork: Klein, überschaulich und effizient.

Die Anmietung des Mietwagens bei Europcar war wie immer problemlos, auch der Wagen war in Ordnung und es gab während des Aufenthalts keine Probleme.

Wissenswertes zu Cork

Cork (irisch: Corcaigh) ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Grafschaft Cork in der Provinz Munster im Süden Irlands.

Der Name Corcaigh bedeutet so viel wie Marschland. Die Stadt ist mit 118.912 Einwohnern (Stand 2011) nach Dublin die zweitgrößte Stadt der Republik Irland. In den Vorstädten im Umland leben weitere 71.000 Einwohner.

Cork war 2005 Europäische Kulturhauptstadt. Zu den regelmäßigen Kulturveranstaltungen der Stadt gehört seit mehr als 50 Jahren das Cork Film Festival für Kurzfilme. Seit 1978 wird jährlich Ende Oktober das Cork Jazz Festival veranstaltet.

Geschichte

Altertum und Mittelalter

Der Legende zufolge soll durch den Heiligen Finbarr in der Zeit zwischen 500 und 600 - die Stadt Cork nennt selbst das Jahr 606 - ein Kloster auf der Flussinsel gegründet worden sein. Seit 846 waren Wikinger ansässig, die hier einen Handelsposten gründeten. Seit dem Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Stadt durch die Normannen beherrscht.

Im Jahr 1185 verlieh König Johann von England Cork per Urkunde die Stadtrechte. Die meiste Zeit während des Mittelalters war die Stadt ein Außenposten der englischen Herrschaft in einer überwiegend feindlich gesinnten Umgebung von irischen Clans, weit entfernt vom zentralen englischen Herrschaftsgebiet des Pale um Dublin. Das städtische Regime wurde von ungefähr 12 bis 15 Kaufmannsfamilien beherrscht. Sie hatten ihren Reichtum durch den Handel mit dem europäischen Kontinent erworben. Exportiert wurden vor allem Wolle und Häute, während die Hauptimportgüter Salz, Eisen und Wein waren.

Um 1270 ließ sich der Augustinerorden auf anglo-normannischen Ruf hin in Cork nieder und gründete eine Priorei, heute als Red Abbey Cork bekannt.

Durch eine königliche Urkunde wurde 1318 das Amt des Mayors eingeführt. Die Einwohnerzahl betrug Mitte des 14. Jahrhunderts etwa 2.000 Menschen. Durch eine Beulenpestepidemie kamen 1349 fast die Hälfte der Bevölkerung ums Leben. Nach dem Ende der englischen Rosenkriege suchte der Thronprätendent Perkin Warbeck 1491 in Cork Unterstützung für seine Umsturzpläne gegen König Heinrich VII. Der Mayor und einige wichtige Bürger der Stadt gingen mit Warbeck nach England und wurden nach dem Zusammenbruch der Rebellion gefangengenommen und hingerichtet. Corks Beiname Rebel City hat in diesen Ereignissen seinen Ursprung.

Die Religionskriege

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelang es dem Haus Tudor, die englische Herrschaft über die gesamte Insel auszudehnen. Englische Siedler kamen ins Land und versuchten, die Reformation im katholischen Irland durchzusetzen. Cork litt insbesondere während der zweiten „Desmond-Rebellion“ zwischen 1579 und 1583. Die Landbevölkerung floh zu Tausenden vor den Kämpfen in die Stadt, in der es zudem noch zum Ausbruch von Seuchen kam.

Als im Jahr 1601 im nahegelegenen Kinsale spanische Truppen an Land gingen, um die Rebellion von Hugh O'Neill zu unterstützen, blieb ein großer Teil der Bürgerschaft der englischen Krone treu. Sie erhofften sich vergeblich größere Freiheiten für den katholischen Glauben. 1603 rebellierten die katholischen Einwohner. Sie bemächtigten sich des Waffenarsenals und vertrieben protestantische Geistliche und englische Offizielle. Der daraufhin anmarschierenden Armee unter Lord Mountjoy mussten sie sich aber geschlagen geben und die Anführer des Aufstands wurden inhaftiert.

Im Jahr 1641 wurde Irland von einer katholischen Rebellion erschüttert, bei der mehrere tausend protestantische englische Siedler von den Aufständischen getötet wurden. Cork war zu dieser Zeit eine Hochburg der Protestanten und wurde zu einem Zufluchtsort für die Siedler. Sie blieb während des gesamten Krieges gegen die katholische Konföderation in englischer Hand. 1644 vertrieb der englische Stadtkommandant Murrough O'Brien, Earl of Inchiquin, die katholischen Bewohner aus der Stadt. Obwohl sich die meisten Vertriebenen in umliegenden Ortschaften niederließen, blieb die Stadt Cork für die nächsten zwei Jahrhunderte protestantisch dominiert.

Während der Rückeroberung Irlands durch eine englische Armee unter Oliver Cromwell von 1649-1653 stand Cork auf der Seite des englischen Parlaments, obwohl sich Inchiquin 1648 kurzzeitig mit der katholischen Konföderation verbündet hatte. Unter dem Einfluss von Roger Boyle, 1. Earl of Orrery, wechselte die Garnison aber 1650 wieder die Seiten. Im Konflikt um den englischen Thron zwischen Jakob II. und Wilhelm von Oranien war Cork 1689 zunächst in der Hand der jakobitischen Truppen. Im Jahr 1690 wurde die Stadt aber von einer protestantischen Armee unter John Churchill, 1. Duke of Marlborough, belagert und schließlich erobert. Dabei wurde die Stadtmauer fast vollständig zerstört.

Cork im 18. Jahrhundert

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen französische Hugenotten auf der Flucht vor religiöser Verfolgung nach Cork. Ihr Einfluss zeigt sich auch heute noch in Straßennamen, wie der French Church Street. Im Laufe des Jahrhunderts wurde fast die gesamte mittelalterliche Bausubstanz durch neue Gebäude in neoklassischer georgianischer Architektur ersetzt. Beispiele hierfür sind Christ Church (1720–26), die Kirche St. Anne im Stadtviertel Shandon (1722–26) und das Custom House (1724). Zum Ende des Jahrhunderts erlebte die Stadt durch den stark expandierenden Hafen und die entstehenden Glasmanufakturen eine wirtschaftliche Blütezeit. Insbesondere der Butterexport nach Europa und Nordamerika verschaffte Cork einen für irische Verhältnisse beträchtlichen Wohlstand

Bevölkerungsexplosion, Hungersnöte und Auswanderung

Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist durch einen schnellen Anstieg der Bevölkerungszahlen gekennzeichnet. Um 1850 herum lebten ca. 80.000 Menschen in der Stadt. Die meisten Zuwanderer vom Lande flohen vor der Armut und den periodisch auftretenden Hungersnöten. Die Stadt konnte diesen Zustrom kaum bewältigen, so dass viele Menschen in katastrophalen Verhältnissen leben mussten. Allerdings sorgte der Zuwachs an überwiegend katholischer Bevölkerung dafür, dass der protestantische Einfluss in der Stadt schwand.

Cork und das nahe gelegene Cobh wurden seit 1825 zu den wichtigsten Auswanderungshäfen Irlands. Nach der großen Hungersnot in den 1840er Jahren schwoll der Auswandererstrom deutlich an. Man schätzt, dass etwa 3 Millionen Menschen über den Hafen von Cork das Land verließen. Während des 19.Jahrhunderts erlebte auch die Industrie in Cork einen rasanten Aufschwung. Vor allem Brauereien, Destillerien und Schiffsbaubetriebe wurden gegründet. Auch der Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahr 1849 trug zu dieser Entwicklung bei. Im gleichen Jahr eröffnete auch die Universität.

Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg

Seit dem 19. Jahrhundert war Cork eine Hochburg des irischen Nationalismus. Zwischen 1916 und 1922 war die Stadt häufig der Schauplatz von Konflikten zwischen radikalen irischen Nationalisten und dem britischen Staat. Während des Osteraufstandes 1916 standen ungefähr 1.000 Irish Volunteers für einen Aufstand gegen die britische Herrschaft bereit. Sie zerstreuten sich aber, ohne dass es zum Kampf kam.

Am 20. März 1920 wurde der Oberbürgermeister der Stadt, Tomás MacCurtain, ein glühender Nationalist, von Mitgliedern der Royal Irish Constabulary in Zivilkleidung in seinem Haus erschossen. Sein Nachfolger Terence MacSwiney wurde im August 1920 verhaftet und in das Gefängnis von Brixton in London gebracht. Dort starb er nach 73-tägigem Hungerstreik im Oktober 1920. Seine Beerdigung in Cork fand unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Als Antwort auf wiederholte Angriffe der IRA brannten britische Hilfstruppen (auch Black and Tans genannt) am 11. Dezember 1920 das Stadtzentrum von Cork nieder. Dabei wurden über 300 Gebäude zerstört.

Bis zum Waffenstillstand im Juli 1921 kam es in der Stadt immer wieder zu Kämpfen zwischen der IRA und britischen Sicherheitskräften. Der überwiegende Teil der IRA-Einheiten in der Stadt akzeptierte den, im Dezember 1921 abgeschlossenen, Anglo-Irischen Vertrag nicht. Als im Juli 1922 der Bürgerkrieg ausbrach, war die Stadt eine Hochburg der Vertragsgegner. Aber schon im August 1922 wurde die Stadt von Truppen des neuen irischen Freistaates eingenommen. Die schlecht ausgerüsteten Vertragsgegner zerstreuten sich nach kurzem Kampf. Sie brannten ihre Unterkünfte nieder und führten noch bis ins Jahr 1923 einen Guerillakrieg in der Umgebung der Stadt. Dann verkündeten sie einen Waffenstillstand und gaben ihre Waffen ab.

B&B Unterkunft im Brookside House (scheinbar nicht mehr buchbar)

B&B Unterkunft Flushing Meadow B&B, Halfway, Ballinhassig (bequem zum Flughafen Cork)

Zusätzliche Informationen