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Irland

Tour Sommer 2009 (Dublin, Offaly, Westmeath, Galway, Clare, Tipperary, Kilkenny, Wexford)

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Co. Clare

Clare (irisch: An Clár) ist eine Grafschaft (county) in der Provinz Munster der Republik Irland. Der Name der Grafschaft leitet sich vom irischen Wort Clár (Planke) ab. Im 12. Jahrhundert gab es einen Übergang aus Planken über den Fluss Fergus an der Stelle der heutigen Ortschaft Clarecastle. Dieser Flussübergang hatte zur damaligen Zeit eine relativ große Bedeutung, so dass daraus der Name für die ganze Gegend abgeleitet wurde. Clare trägt auch den Beinamen Banner County. Im 18. und 19. Jahrhundert war es allgemein üblich, bei öffentlichen Kundgebungen Banner und Fahnen mitzuführen. In Clare war diese Tradition besonders stark ausgeprägt und hielt sich dort auch länger als in anderen Landesteilen, so dass der Beiname zu Beginn des 20. Jahrhunderts allgemein üblich wurde.

Die Grafschaft liegt zwischen der Galway Bay und der Mündung des Flusses Shannon. Der Shannon und der See Lough Derg bilden auch die Ostgrenze. Im Nordosten grenzt sie an die Grafschaft Galway. Das Zentrum von Clare bildet ein Tiefland aus Karbonkalken. Im Osten gibt es einige niedrige Bergrücken mit Höhen von 300 bis 500 m (höchste Erhebung ist der Glennagalliagh mit 530 m). Hier finden sich eine Reihe von Torfmooren, während der Nordwesten durch die einmalige Karstlandschaft des Burren beherrscht wird.

In der Grafschaft Clare sind erste menschliche Besiedelungen bis in die Steinzeit zurückzuverfolgen. Viele Plätze weisen noch immer die Spuren dieser uralten Besiedlung auf, wie sie sich in Dolmen, Duns, Souterrains, Menhiren und Wedge tombs widerspiegelt.

Im 6. Jahrhundert brachten Mönche wie St. Senan das Christentum in das Gebiet des heutigen County Clare. Sie gründeten eine Reihe von Klöstern. Die beiden wichtigsten waren Iniscathaig (Scattery Island) und Iniscealtra (Holy Island im Lough Derg). Seit Anfang des 9. Jahrhunderts litten die Klöster unter wiederholten Wikingerüberfällen. Scattery Island wurde erstmals 816 geplündert. Im Jahr 837 segelten die Wikinger über den Shannon bis in den Lough Derg.

Die bedeutendste der einheimischen Familien in Thomond, wie Clare damals genannt wurde, waren die O'Brians. Ihr bekanntester Spross war der irische Hochkönig Brian Boru, der in Killaloe geboren wurde. Er brachte den Wikingern von Limerick und Dublin entscheidende Niederlagen bei. Anfang des 12. Jahrhunderts erlangte Muirchertach Mor O’Brian die Herrschaft über weite Teile Irlands. Unter seinem maßgeblichen Einfluss wurde Killaloe auf der Synode von Rathbreasail im Jahr 1111 Diözese in den Grenzen des Königreichs Thomond. Es umfasste damals etwa die heutigen Countys Clare, Limerick, den Norden von Tipperary und Teile Offalys. In der Regierungszeit von Dónal Mór O´Brian (1168–1194) unternahmen die Normannen erste Versuche, das Königreich Thomond zu erobern. Die Erbstreitigkeiten unter Dónals Söhnen schwächten das Reich, und Anfang des 13. Jahrhunderts war es auf die heutige Größe von Clare reduziert. Trotz wiederholter Angriffe der Anglo-Normannen blieb das Gebiet bis 1565 außerhalb des englischen Herrschaftsbereichs. In diesem Jahr wurden die Grenzen des heutigen County Clare festgelegt.

In den 1650er Jahren fand eine großangelegte Ansiedlung von Siedlern aus anderen Teilen Irlands und Englands statt, um die englische Herrschaft endgültig zu festigen. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist durch ein explosionsartiges Ansteigen der Bevölkerungszahl gekennzeichnet. Zwischen 1800 bis 1820 verdoppelte sich die Bevölkerung auf 208.000 Einwohner. Eine Missernte führte 1822 zu einer großen Hungersnot in Clare. Sie führte zu einer ersten Emigrationswelle. Nach der Großen Hungersnot in Irland in den 1840er Jahren, die die Grafschaft besonders hart traf, kam es in den nächsten Jahrzehnten zu einem stetigen Strom an Auswanderern. Zwischen 1850 und 1880 verließen ungefähr 100.000 Menschen den County. Bis 1966 fiel die Einwohnerzahl auf 73.500, um seitdem wieder langsam zu steigen.

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