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Irland

St. Patrick's Day 2008 (Dublin)

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IrlandStädtereise Dublin

14.03.2008 - 18.08.2008

Dieses mal ging es am 14.03.2008 nach Irland zum St. Patrick's Day. Leider war der Ausblick auf das Wetter diesmal nicht so berauschend. Der Trip war lange vorbereitet, bereits im Dezember hatte ich die Unterkunft gebucht, sowie Tribünenplätze für die Parade am 17.03.2008.

Informationen zum St. Patricks Day finden Sie hier: Offizielle Informationen

Ankunft

Wir sind Abends, um 19:50 vom Flughafen München gestartet. Das Auto haben wir nahe dem Flughafen geparkt. Hierzu haben wir günstig bei www.airparks.de reserviert, inkl. Shuttle-Service zum und vom Flughafen.

Vom Flughafen Dublin sind wir nach längerer Wartezeit an den Taxiständen dann mit dem Taxi zur Unterkunft. Man merkte vielen Leuten aber schon die fröhliche Stimmung vor dem St. Patrick's Day an. Eine knappe Stunde nach unserer Ankunft waren wir auch schon bei unserer Unterkunft, wo uns die Inhaberin Kathleen schon herzlich begrüßte und uns unser Zimmer zeigte.

Da wir am Freitag noch gearbeitet hatten, waren wir an diesem Abend allerdings zu müde, noch ein Pub aufzusuchen, für den Samstag hatten wir bereits volles Programm geplant.

Hier einige Bilder unserer Unterkunft (Bed & Breakfast, Sanctuary Cove, Dublin):

 

B&B Unterkunft bei Sanctuary Cove Guest Accomodation


1. Tag - Ausflug in die Wicklow Mountains

Dieser Tag ist, im wahrsten Sinne des Wortes, regelrecht ins Wasser gefallen. Ich hatte einen Besuch des wunderschönen Glendalough (Tal der zwei Seen) geplant. Einer alten Klosteranlage.

Der Name Glendalough leitet sich von irisch Gleann Dá Locha ab und kann mit „Tal der zwei Seen“ übersetzt werden. Es handelt sich um eine Ansammlung von Klosterruinen, die in den irischen Wicklow Mountains, etwa 40 km südlich von Dublin gelegen sind.
Die Klostersiedlung – sie liegt am unteren der beiden Seen – ist eine der berühmtesten Irlands.

Der Heilige Kevin zog sich im 6. Jahrhundert hierhin zurück. Ähnlich dem Hl. Franziskus wurde auch er von Vögeln begleitet und wird daher in bildlichen Darstellungen oftmals mit einer Amsel gezeigt. Er wollte im Einklang mit der Natur und zurückgezogen leben, aber aus seiner Eremitage wurde rasch ein belebtes Zentrum und eine Schule des Christentums. Kevin soll der Legende nach 618 im Alter von 120 Jahren gestorben sein. In alten Überlieferungen wird berichtet, dass bereits im 12. Jahrhundert mehr als 3.000 Menschen im Tal lebten und sieben Kirchen bestanden. Obwohl mehrmals Wikinger und englische Truppen das Kloster überfielen und 1398 großteils zerstörten, konnte es sich noch bis zur Auflösung aller irischen Klöster im Jahr 1539 durch den englischen König Heinrich VIII. behaupten. Jedes Jahr am 3. Juni wird der St. Kevin's Day begangen und es kommen Pilger aus allen Teilen der Insel ins Tal.

Das auffälligste Monument der verstreuten Klosteranlagen ist der 33 Meter hohe Rundturm, welcher um 1066 während der Wikingerinvasionen errichtet wurde, um die religiösen Reliquien, Bücher und Kelche zu schützen. Eine gedrungene Kapelle aus dem 11. Jahrhundert erhielt wegen des an einen Kamin erinnernden Turms die Bezeichnung St. Kevin's Kitchen. Auch ein Keltenkreuz, St. Kevin's Cross, kann besichtigt werden. Obwohl es ein typisches Hochkreuz ist, fehlen darauf die Ornamente und die bildliche Darstellung biblischer Geschichten. Es wird angenommen, dass dieses Hochkreuz bemalt war, die Bemalung jedoch im Lauf der Zeit wegerodierte.

In Ufernähe des zweiten Sees befinden sich einige weitere Gebäudereste aus der Gründerzeit des Klosters sowie die Überreste einer Mine.

Den anschließenden Besuch in die wundervollen Powerscourt Gardens haben wir dann "ins Wasser fallen" lassen. Es war einfach zu ungemütlich. Die Powerscourt Gardens liegen im südost-irischen County Wicklow am Fuße des 503 m hohen Sugar Loaf Mountain nahe der Ortschaft Enniskerry knapp 20 km südlich von Dublin; sie gelten als eine der schönsten Anlagen ihrer Art in Irland und bedecken rund 190.000 m².

Sicher, von meinen zahlreichen Besuchen her weiß ich, dass das Wetter in Irland sehr wechselhaft sein kann. Besonders natürlich auch im März. Doch der heutige Tag stellte alles in den Schatten, was ich bisher erlebt hatte. Selbst Einheimische versicherten mir, dass Sie einen solch starken und langen Regenfall seit 20 Jahren nicht mehr hatten.

Den Höhepunkt des heutigen Tages sollte ein Besuch in Johnnie Fox's Pub bilden - Irlands höchtgelegendestem Pub! Neben dem normalen Pub Betrieb gibt es auch eine Touristenattraktion, die "Hooley Show" mit irischem Tanz und Musik. Da die Show immer ausgebucht ist, ist es ratsam rechtzeitig vorher zu reservieren, was ich bereits ebenfalls im Dezember getan habe. Die Reservierung war völlig unproblematisch, eine Anzahlung war sofort fällig, der Rest nach der Show. Wir haben das Dinner & Show gebucht, also gleich ein hervorragendes Essen und natürlich Guinness.

Zum Reservierungsverlauf muss ich noch anmerken, dass eine Dame vom Pub mich sogar einen Tag vor der Show noch (in Deutschland) angerufen hat, um persönlich zu bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Unsere Plätze waren erste Wahl: Direkt an der Bühne!

 


2. Tag - Dublin City

Den Sonntag vor St. Patrick's Day haben wir genutzt, um in Dublin City etwas zu bummeln. Die Grafton Street und St. Stephen's Green waren sehr belebt. Es gab viele Künstler und Gaukler in den Strassen und Gassen. Auch das Shoppingcenter war teilweise geöffnet.

Den Abend haben wir dann in meinem Liebelingspub, der "Left Bank Bar" verbracht und konnten erleben, wie fröhlich und ausgelassen die Iren in den St. Patrick's Day feierten ...


3. Tag - Festival, Parade, Hafenviertel

St. Patrick meint es immer wieder gut mit den Iren. Schon 1999, bei meinem ersten Besuch zu St. Patrick's Day hatten wir das Glück, diesen Tag bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Temperatur zu erleben. Auch heute wurden die Iren und Besucher nicht enttäuscht. Es war ein wahrhaft wunderschöner Tag. So ist Irland: auf einen Tag mit Regen, folgt ein Tag mit Sonne ...

Den Umzug konnten wir sehr gut von der (überdachten) Tribüne erleben. Anders als in 1999, wo wir die Parade leider nicht mehr vollständig sehen konnten und nur Standplätze am Rande hatten, konnten wir so die Parade in vollem Umfang sehen.

Zum Abschluß des Tages bummelten wir noch ein wenig durch das neue Hafenviertel. Hier hatten wir ein wenig Abstand von all dem Trubel in der Innenstadt. Aus den Besuchen der Vorjahre hatte ich dieses Viertel noch als sehr unansehnlich und dreckig in Erinnerung. Dies hat sich komplett gewandelt und ist sehr hübsch geworden. Bleibt abzuwarten, ob sich dies nach der aktuellen Immobilien- und Finanzkrise noch so hält. Es wäre sehr schade, wenn es mit diesem Viertel wieder abwärts ginge. Überhaupt hatte ich Dublin bisher als sehr dreckig und alt in Erinnerung. Aber in den letzten Jahren hat sich unheimlich viel getan, was der Stadt sehr gut bekommen ist. Die Stadt ist sehr sauber geworden und dies hoffentlich nicht nur wg. St. Patrick's Day!

 

Und leider waren diese drei wunderschönen Tage schon wieder vorüber. Am nächsten Tag ging es früh morgens wieder zurück nach München. Aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal in Irland ...

Zusätzliche Informationen