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Irland

St. Patrick's Day 2008 (Dublin)

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1. Tag - Ausflug in die Wicklow Mountains

Dieser Tag ist, im wahrsten Sinne des Wortes, regelrecht ins Wasser gefallen. Ich hatte einen Besuch des wunderschönen Glendalough (Tal der zwei Seen) geplant. Einer alten Klosteranlage.

Der Name Glendalough leitet sich von irisch Gleann Dá Locha ab und kann mit „Tal der zwei Seen“ übersetzt werden. Es handelt sich um eine Ansammlung von Klosterruinen, die in den irischen Wicklow Mountains, etwa 40 km südlich von Dublin gelegen sind.
Die Klostersiedlung – sie liegt am unteren der beiden Seen – ist eine der berühmtesten Irlands.

Der Heilige Kevin zog sich im 6. Jahrhundert hierhin zurück. Ähnlich dem Hl. Franziskus wurde auch er von Vögeln begleitet und wird daher in bildlichen Darstellungen oftmals mit einer Amsel gezeigt. Er wollte im Einklang mit der Natur und zurückgezogen leben, aber aus seiner Eremitage wurde rasch ein belebtes Zentrum und eine Schule des Christentums. Kevin soll der Legende nach 618 im Alter von 120 Jahren gestorben sein. In alten Überlieferungen wird berichtet, dass bereits im 12. Jahrhundert mehr als 3.000 Menschen im Tal lebten und sieben Kirchen bestanden. Obwohl mehrmals Wikinger und englische Truppen das Kloster überfielen und 1398 großteils zerstörten, konnte es sich noch bis zur Auflösung aller irischen Klöster im Jahr 1539 durch den englischen König Heinrich VIII. behaupten. Jedes Jahr am 3. Juni wird der St. Kevin's Day begangen und es kommen Pilger aus allen Teilen der Insel ins Tal.

Das auffälligste Monument der verstreuten Klosteranlagen ist der 33 Meter hohe Rundturm, welcher um 1066 während der Wikingerinvasionen errichtet wurde, um die religiösen Reliquien, Bücher und Kelche zu schützen. Eine gedrungene Kapelle aus dem 11. Jahrhundert erhielt wegen des an einen Kamin erinnernden Turms die Bezeichnung St. Kevin's Kitchen. Auch ein Keltenkreuz, St. Kevin's Cross, kann besichtigt werden. Obwohl es ein typisches Hochkreuz ist, fehlen darauf die Ornamente und die bildliche Darstellung biblischer Geschichten. Es wird angenommen, dass dieses Hochkreuz bemalt war, die Bemalung jedoch im Lauf der Zeit wegerodierte.

In Ufernähe des zweiten Sees befinden sich einige weitere Gebäudereste aus der Gründerzeit des Klosters sowie die Überreste einer Mine.

Den anschließenden Besuch in die wundervollen Powerscourt Gardens haben wir dann "ins Wasser fallen" lassen. Es war einfach zu ungemütlich. Die Powerscourt Gardens liegen im südost-irischen County Wicklow am Fuße des 503 m hohen Sugar Loaf Mountain nahe der Ortschaft Enniskerry knapp 20 km südlich von Dublin; sie gelten als eine der schönsten Anlagen ihrer Art in Irland und bedecken rund 190.000 m².

Sicher, von meinen zahlreichen Besuchen her weiß ich, dass das Wetter in Irland sehr wechselhaft sein kann. Besonders natürlich auch im März. Doch der heutige Tag stellte alles in den Schatten, was ich bisher erlebt hatte. Selbst Einheimische versicherten mir, dass Sie einen solch starken und langen Regenfall seit 20 Jahren nicht mehr hatten.

Den Höhepunkt des heutigen Tages sollte ein Besuch in Johnnie Fox's Pub bilden - Irlands höchtgelegendestem Pub! Neben dem normalen Pub Betrieb gibt es auch eine Touristenattraktion, die "Hooley Show" mit irischem Tanz und Musik. Da die Show immer ausgebucht ist, ist es ratsam rechtzeitig vorher zu reservieren, was ich bereits ebenfalls im Dezember getan habe. Die Reservierung war völlig unproblematisch, eine Anzahlung war sofort fällig, der Rest nach der Show. Wir haben das Dinner & Show gebucht, also gleich ein hervorragendes Essen und natürlich Guinness.

Zum Reservierungsverlauf muss ich noch anmerken, dass eine Dame vom Pub mich sogar einen Tag vor der Show noch (in Deutschland) angerufen hat, um persönlich zu bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Unsere Plätze waren erste Wahl: Direkt an der Bühne!

 

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