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Dänemark

Kopenhagen 2003

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KopenhagenDienstreise

16.03.2005 - 18.03.2005

Während einer Dienstreise nach Kopenhagen hatte ich glücklicherweise ein wenig Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden. In weiser Voraussicht habe ich mir in Deutschland schon mal einen Stadtplan organisiert.

Leider war das Wetter wirklich nicht sehr schön, immerhin war es ja auch März, also wirklich nicht sehr sommerlich. Aber die Temperaturen waren noch erträglich.

Wissenswertes

Kopenhagen (dänisch København) ist die Hauptstadt Dänemarks und das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Stadt ist Sitz des Parlaments (Folketing), der Regierung und der Königin.

Kopenhagen gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und ist ein beliebtes Reiseziel. Die Kommune Kopenhagen (Københavns Kommune) hat 539.542 Einwohner, die Stadt im engeren Sinne (bestehend aus den Kommunen København, Frederiksberg und Gentofte) 710.038, das zusammenhängende Siedlungsgebiet („byområde“) um Kopenhagen, Hovedstadsområdet genannt, 1.199.224[1] (Stand: 1. Januar 2011). Die Kommune wie auch die Stadt gehört zur dänischen Verwaltungsregion Region Hovedstaden, Hovedstadsområdet umfasst einen großen Teil dieser Region, erstreckt sich aber auch teilweise in die benachbarte Region Sjælland (Greve Strand in der Greve Kommune).

Im Mitteldänischen hieß die Stadt Køpmannæhafn, was mit „Kaufmannshafen“ bzw. „Hafen der Kaufleute“ zu übersetzen ist und damit die Bedeutung der Kaufleute im Mittelalter ausdrückt. Im Jahr 1043 wurde der Ort erstmals als Havn erwähnt – parallel zum lateinisierten Ausdruck Hafnia für „Hafen“.

Geschichte

Im 12. Jahrhundert wurde am Øresund eine Burg errichtet, die den kleinen Handelshafen nach Schonen und Amager an der Fischersiedlung Havn („Hafen“) sichern sollte. Nicht zuletzt die günstige Lage ungefähr halbwegs zwischen dem wichtigen Bischofssitz in Roskilde und dem skandinavischen Erzbischofssitz in Lund (damals dänisch) war von entscheidender Bedeutung. Entsprechend erhielt auch die mit der Burg neu gestaltete Siedlung den Namen Køpmannæhafn („Kaufmännerhafen“). 1254 erhielt das junge Kopenhagen von Bischof Jakob Erlandsen sein erstes Stadtrecht, allerdings wurde die Stadt in den Jahren 1362 und 1368 als unliebsamer Konkurrent der Hanse zusammen mit der Burg zerstört.

Die Entwicklung ließ sich jedoch nicht mehr aufhalten: 1416 wurde die wiederaufgebaute Stadt Residenz des Königs, und 1443 übernahm sie von Roskilde die Hauptstadtfunktion. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts blühte Kopenhagen unter Christian IV. auf.

Kopenhagen erlebte in seiner Geschichte immer wieder Katastrophen, Seuchen und Kriege. Von 1658 bis 1659 hielt die Stadt einer Belagerung stand, während das übrige Dänemark von den Schweden vollständig besetzt war. Im 18. Jahrhundert starb nach Pest und Seuchen ein Drittel der Stadtbewohner. 1728 sowie 1795 wüteten zwei Stadtbrände. Der Wiederaufbau führte zur heutigen, vom Baustil des 18. Jahrhunderts geprägten Altstadt. Bei der Seeschlacht von Kopenhagen 1801 sowie 1807 beschossen die Engländer die Hauptstadt Dänemarks, da es sich nicht auf die Seite Englands in dessen Krieg gegen Frankreich stellen wollte, und richteten vor allem durch den im zweiten Angriff ausgelösten Großbrand erheblichen Schaden an. Nach dem Sieg der Engländer musste Kopenhagen sämtliche hier ankernden Schiffe ausliefern und konnte sich erst nach Jahrzehnten wieder von dieser Niederlage erholen. 1848 zwangen öffentliche Demonstrationen in Kopenhagen König Frederik VII. zu Reformen und dem Erlass eines Grundgesetzes. Mit den nationalen Spannungen und Dänemarks Verlust von Schleswig und Holstein im Krieg von 1864 verließen auch viele deutschsprachige Beamte und Kaufleute die Stadt, die sie bis dahin jahrhundertelang mitgeprägt hatten.


Also habe ich dann mal eine kleine Tour zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Kopenhagen unternommen. Die Stadt selbst ist sehr sehenswert durch seine vielen Schlösser, Parks und wunderschönen Häuser. Für mich war das Rathaus der Ausgangspunkt, weil ich hierher gut mit dem Bus von und zu meinem Hotel hin gelangen konnte.

Auf dem Weg zum Touristbüro kommt man am Tivoli vorbei. Dieser Vergnügungspark wurde 1843 von König Christian VIII vor den Stadtwällen eröffnet, um das Volk von der Politik abzulenken. Leider hat es in den Wintermonaten geschlossen.

Im Touristbüro habe ich mir dann die Copenhagen Card gekauft, um Stadtrundfahrten, Museen und einiges anderes vergünstigt zu bekommen. Selbst für den einen Tag hat es durchaus einige Einsparungen gegeben. Und das war notwendig, denn Kopenhagen ist, wie ganz Dänemark, für uns EURopäer durchaus sehr teuer. Die Dänen haben noch ihre eigene Währung, die dänische Krone (Aktueller Wechselkurs).

Die meisten Stadtrundfahrten sind so genannte Hop-On-Hop-Off Touren, d.h. man kauft ein Tagesticket und steigt an beliebigen Haltepunkten aus und fährt später mit dem nächsten Bus wieder weiter. Die Busse fahren in der Nähe des Rathauses ab.

Die Kleine Meerjungfrau ist eine weltbekannte Figur aus einem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen und das Wahrzeichen der Stadt Kopenhagen.

Selbstverständlich führt eine Bustour auch zum Regierungsviertel und dem Schloss Amalienborg, dem dänischen Königssitz. Denn Dänemark ist ja eine Monarchie ...

Früher war der "Nyhavn" genannte Stadtteil die sündige Meile von Kopenhagen. Heute befinden sich dort viele schöne Restaurants und Cafés an dem Stichkanal. Den Kanal ließ Christian V. zwischen 1671 und 1673 graben, um als Wasserstrasse den Hafen mit dem Stadtzentrum zu verbinden. Auch der Märchendichter Hans Christian Andersen wohnte seiner Zeit dort in verschiedenen Häusern. Im Sommer kann man in Nyhavn (dem Neuen Hafen) viele historische Segler finden.

Das Schloss Christianborg ist heute Sitz des dänischen Parlaments, früher herrschten dort die dänischen Könige. Das Schloss, bzw. der Platz an dem das heutige Schloss steht, hat eine bewegte Geschichte. Im Laufe der Jahrhunderte standen dort nacheinander einige Schlösser. Das heutige Schloss existiert seit ca. 1907. Während der damaligen Bauarbeiten entdeckten Archäologen die Ruinen der 1167 erbauten ersten Burg. Die Ruinen und die Geschichte sind im Schlosskeller ausgestellt.

Kopenhagen habe ich als relativ junge und quirlige Stadt empfunden. Dies spiegelt auch das rechts befindliche Bild aus der Fußgängerzone wieder.

Die Dänen sind bekanntlich sehr offen, was das Thema Erotik und Sexualität angeht. Wen kann es dann verwundern, im Stadtzentrum, mitten in der Fußgängerzone ein Erotikmuseum zu finden. Nun, ich habe mir die "Mühe" gemacht, dies näher zu erkunden. In diesem Museum wird auf angenehme, seriöse und interessante Weise, die Geschichte der Erotik im Laufe der Jahrhunderte und aus den verschiedenen Völkern dargestellt. Das Ein oder Andere mag sicher gewöhnungsbedürftig sein, ist aber immerhin alles menschlich. Das Museum ist unbedingt einen Besuch und den Preis von knapp € 15,- wert.

Peter der Große von Russland soll 1716 auf einem Pferd den Schneckengang im Runden Turm hinauf geritten sein. Das ist durchaus möglich, denn Christian IV. ließ den 206m langen Spiralgang so konstruieren, dass der König im Wagen oder zu Pferd hinauf konnte, um in die Sterne zu schauen. Der 36m hohe, zylindrische Turm, wurde 1637 - 1642 als Observatorium und zugleich als Kirchturm für die Studentenkirche Trinitatis gebaut. Von oben hat man auch eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und bis raus auf den Øresund.

In historischen Aufzeichnungen wird das 1607 gebaute und in den folgenden Jahren erweiterte Schloss Rosenborg "das neue Lusthaus im Lustgarten seiner Majestät" genannt. Rosenborg hat sich äußerlich bis heute kaum verändert. Im Schloss befinden sich auch die Kronjuwelen des Königshauses.

Zum Abschluss des Tages habe ich zwischen der Kopenhagener Scala und dem Eingang des Tivoli im Hard Rock Café gegessen. Da mein Flug am darauf folgenden Tag sehr früh Richtung Heimat ging, blieb für das Kopenhagener Nachtleben leider keine Zeit mehr.


 Insidertips


Quellenangabe

Dieser Artikel enthält Auszüge aus dem Artikel Kopenhagen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren dieser Texte verfügbar.

Zusätzliche Informationen