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Dänemark

Kopenhagen 2003

Bewertung: 5 / 5

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Also habe ich dann mal eine kleine Tour zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Kopenhagen unternommen. Die Stadt selbst ist sehr sehenswert durch seine vielen Schlösser, Parks und wunderschönen Häuser. Für mich war das Rathaus der Ausgangspunkt, weil ich hierher gut mit dem Bus von und zu meinem Hotel hin gelangen konnte.

Auf dem Weg zum Touristbüro kommt man am Tivoli vorbei. Dieser Vergnügungspark wurde 1843 von König Christian VIII vor den Stadtwällen eröffnet, um das Volk von der Politik abzulenken. Leider hat es in den Wintermonaten geschlossen.

Im Touristbüro habe ich mir dann die Copenhagen Card gekauft, um Stadtrundfahrten, Museen und einiges anderes vergünstigt zu bekommen. Selbst für den einen Tag hat es durchaus einige Einsparungen gegeben. Und das war notwendig, denn Kopenhagen ist, wie ganz Dänemark, für uns EURopäer durchaus sehr teuer. Die Dänen haben noch ihre eigene Währung, die dänische Krone (Aktueller Wechselkurs).

Die meisten Stadtrundfahrten sind so genannte Hop-On-Hop-Off Touren, d.h. man kauft ein Tagesticket und steigt an beliebigen Haltepunkten aus und fährt später mit dem nächsten Bus wieder weiter. Die Busse fahren in der Nähe des Rathauses ab.

Die Kleine Meerjungfrau ist eine weltbekannte Figur aus einem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen und das Wahrzeichen der Stadt Kopenhagen.

Selbstverständlich führt eine Bustour auch zum Regierungsviertel und dem Schloss Amalienborg, dem dänischen Königssitz. Denn Dänemark ist ja eine Monarchie ...

Früher war der "Nyhavn" genannte Stadtteil die sündige Meile von Kopenhagen. Heute befinden sich dort viele schöne Restaurants und Cafés an dem Stichkanal. Den Kanal ließ Christian V. zwischen 1671 und 1673 graben, um als Wasserstrasse den Hafen mit dem Stadtzentrum zu verbinden. Auch der Märchendichter Hans Christian Andersen wohnte seiner Zeit dort in verschiedenen Häusern. Im Sommer kann man in Nyhavn (dem Neuen Hafen) viele historische Segler finden.

Das Schloss Christianborg ist heute Sitz des dänischen Parlaments, früher herrschten dort die dänischen Könige. Das Schloss, bzw. der Platz an dem das heutige Schloss steht, hat eine bewegte Geschichte. Im Laufe der Jahrhunderte standen dort nacheinander einige Schlösser. Das heutige Schloss existiert seit ca. 1907. Während der damaligen Bauarbeiten entdeckten Archäologen die Ruinen der 1167 erbauten ersten Burg. Die Ruinen und die Geschichte sind im Schlosskeller ausgestellt.

Kopenhagen habe ich als relativ junge und quirlige Stadt empfunden. Dies spiegelt auch das rechts befindliche Bild aus der Fußgängerzone wieder.

Die Dänen sind bekanntlich sehr offen, was das Thema Erotik und Sexualität angeht. Wen kann es dann verwundern, im Stadtzentrum, mitten in der Fußgängerzone ein Erotikmuseum zu finden. Nun, ich habe mir die "Mühe" gemacht, dies näher zu erkunden. In diesem Museum wird auf angenehme, seriöse und interessante Weise, die Geschichte der Erotik im Laufe der Jahrhunderte und aus den verschiedenen Völkern dargestellt. Das Ein oder Andere mag sicher gewöhnungsbedürftig sein, ist aber immerhin alles menschlich. Das Museum ist unbedingt einen Besuch und den Preis von knapp € 15,- wert.

Peter der Große von Russland soll 1716 auf einem Pferd den Schneckengang im Runden Turm hinauf geritten sein. Das ist durchaus möglich, denn Christian IV. ließ den 206m langen Spiralgang so konstruieren, dass der König im Wagen oder zu Pferd hinauf konnte, um in die Sterne zu schauen. Der 36m hohe, zylindrische Turm, wurde 1637 - 1642 als Observatorium und zugleich als Kirchturm für die Studentenkirche Trinitatis gebaut. Von oben hat man auch eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und bis raus auf den Øresund.

In historischen Aufzeichnungen wird das 1607 gebaute und in den folgenden Jahren erweiterte Schloss Rosenborg "das neue Lusthaus im Lustgarten seiner Majestät" genannt. Rosenborg hat sich äußerlich bis heute kaum verändert. Im Schloss befinden sich auch die Kronjuwelen des Königshauses.

Zum Abschluss des Tages habe ich zwischen der Kopenhagener Scala und dem Eingang des Tivoli im Hard Rock Café gegessen. Da mein Flug am darauf folgenden Tag sehr früh Richtung Heimat ging, blieb für das Kopenhagener Nachtleben leider keine Zeit mehr.

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