Reiseberichte

Irland Informationen

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SchwachSuper 

Allgemeines

In der Flagge steht der grüne Streifen sowohl für das Land als auch für den katholischen Teil der Bevölkerung, der organgefarbene für den protestantischen Teil der Bevölkerung und der weiße Streifen symbolisiert den zwischen ihnen anzu­strebenden Frieden. 

Das irische Wappen zeigt auf blauem Grund eine goldene Harfe. Als deren Vorbild dient die im Nationalmuseum in Dublin aufbewahrte Brian-Boru-Harfe. Die Harfe, jahrhundertealtes irisches Nationalsymbol, bildet seit der Zeit König Heinrichs VIII. von England das irische Wappenzeichen. 

So existiert der "Smaragd im Atlantik" im Bewußtsein der meisten Menschen. Doch Irland ist nicht nur grün. Nein - Irland ist bunt. Die Vielfalt der Lichtverhältnisse, die durch den Wechsel von wolkenverhangenem Sturmhimmel bis zum glitzernden, alles belebenden Sonnenschein entsteht, wird nicht nur Fotografen faszinieren. Dieses Licht zieht alle in seinen Bann. Doch nicht nur die beeindruckende Landschaft und die Lichtspiele am Himmel machen Irland so liebenswert. 

Diese kleine Insel, die etwa doppelt so groß ist wie die Schweiz, dabei aber gerade mal 4 Mio. Einwohner aufweist, hat allerhand zu bieten. Ozeanischer Einfluss vom Atlantik und der wärmende Golfstrom bestimmen das Klima und geben dieser kleinen Welt ihre vielen Gesichter und diese unglaubliche Vielfalt an Natur. Von subtropischer Vegetation an der milden, lieblichen Südküste über sattgrüne Wiesen, Moore und Heidelandschaften im grünen Connemara bis hin zu zerklüfteten Klippen­landschaften im Nordwesten der Insel - man findet einfach alles. Es ist so einfach sich in diesem Land wohl zu fühlen, die Zeit zu vergessen, das Gefühl haben, zu Hause zu sein. Warmherzigkeit und innere Ruhe strahlen diese Menschen aus und das satte Grün dieser Insellandschaft ist eine Wohltat für Augen und Seele. Keine europäische Insel liegt so ungünstig und einsam wie Irland, sie scheint wie abgebrochen vom Westrand Europas und fristet ihr Dasein inmitten des atlantischen Ozeans. 

Vielleicht ist das der Grund, warum die Zeit in Irland langsamer zu laufen scheint, die Menschen mehr Zeit für sich und andere haben und Geselligkeit sehr groß geschrieben wird. 

Céad míle fáilte - Herzlich Willkommen in Irland 

Nun, Irland ist für viele ein Land, welches kalt, regnerisch, sumpfig, Guinness und grün ist. Im Prinzip ist das richtig. Aber obwohl es neblig, regnerisch, grau und kalt ist, ist es immer noch schön. In diesem Fall jedoch sorgt das Wetter für eine spezielle Atmosphäre. Ist das ein schönes Wort? 

Es passt auf vieles in Irland: die Landschaft, die Pubs, ... Natürlich gibt es genügend Sonne. Aber da das Wetter sich sehr schnell ändert, kann jede Art von Wetter passieren, jedem, immer, überall. Egal, seien Sie vorbereitet, oder Sie verpassen einen wunderschönen Schauer, weil Sie einen Ort zum Unterstellen suchen. Schöne Gegenden... ja, da gibt's ein paar. Es gibt Berge, Küsten, Seen, Klippen, Sümpfe, prähistorische Orte (nein, Stonehenge liegt in England) und ein paar nette Dörfer und Städte. Man kann Golf spielen, Fahrrad fahren oder zu Pferd reisen, Drachen steigen lassen, einfach wandern oder Bier trinken. Irisches Bier ist großartig. Man kann sich mit sehr freundlichen, hilfsbereiten und netten Leuten unterhalten. Man kann den Duft der See atmen, oder von Kühen, Schafen, Pferden und Fischen. Und Sie können den Geruch und den Stress vergessen, den Sie vielleicht haben, wo immer Sie leben. Irische Musik genießen, die Atmosphäre genießen.


Land & Leute

Die ersten Bewohner Irlands, die hier um 7500 v. Chr. lebten, waren mesolithische Jäger und Fischer, die vermutlich aus Schottland stammten. Sie siedelten an der Nordküste und in den größeren Tälern der Flussniederungen. 

Etwa 3500 v. Chr. wurden sie von neolithischen, ebenfalls aus Schottland stammenden Siedlern abgelöst, die den Ackerbau einführten. Die Bronzezeit begann in Irland um 2000 v. Chr. Die Inselbewohner schürften in dieser Periode nach Gold und schufen beeindruckende Metallarbeiten. Etwa 350 v. Chr. landeten Gruppen keltischer Stämme in Irland, von denen die Gälen die gesamte Insel bis 400 n. Chr. vom Südosten aus eroberten. Die Kelten hatten ein ausgeklügeltes Rechtssystem und schufen beeindruckende Kunstwerke. 

Der Großteil der irischen Bevölkerung ist keltischer Abstammung. Außerdem findet man eine kleine englische (anglo-irische) Minderheit. Fast ein Viertel der Bevölkerung lebt im Einzugsbereich der irischen Metropole Dublin. 

Alle Einwohner von Irland sprechen Englisch, das neben Irisch (Gälisch) auch Amtssprache ist. Straßen- und andere Hinweisschilder sind englisch und gälisch beschriftet, in den Schulen wird Gälisch und Englisch unterrichtet. 

Der Staat fördert die Verbreitung der Landessprache. Der Großteil der irischen Bevölkerung ist römisch- katholischen Glaubens, Minderheiten gehören der anglikanischen “Church of Ireland” oder anderen Glaubensrichtungen an. Die katholische Kirche hat auf die Kultur und Politik traditionell einen sehr großen Einfluss, der aber langsam abnimmt. Jedoch besuchen immer noch mehr als vier Fünftel aller Iren wöchentlich einen Gottesdienst. Die klare gesellschaftliche Trennung zwischen Katholiken und Protestanten ist nicht mehr so ausgeprägt, besteht aber weiterhin. Nach einem Referendum wurde 1995 – wenn auch nur mit knapper Mehrheit – das Scheidungsrecht eingeführt. Die erste gesetzmäßige Scheidung wurde 1997 vollzogen.

Nach dem Gesetz wird das heiratsfähige Alter mit 16 Jahren erreicht. Tatsächlich heiraten Iren aber meist erst ab Mitte 20. Die meisten Ehen werden in Kirchen geschlossen, nur ein geringer Prozentsatz in Standesämtern. 

In Dublin und anderen Städten haben sich Frauen mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt durchgesetzt. Sie machen etwa 33,7 Prozent der Erwerbstätigen (1997) aus. Ihre Löhne und Gehälter sind noch niedriger als die der Männer. 

Zweimal hintereinander haben die Iren Frauen zum Präsidenten des Landes gewählt. 

Die Iren sind begeisterte Sportler. Sie spielen gern Rugby, Fußball, Golf, Gälisches Football und Hurling. Letzteres ähnelt dem Hockey und wird mit einem Holzschläger und einem kleinen Lederball auf einem Fußballfeld gespielt. Hurling für Frauen wird Camogie genannt. Das gälische Football ist der Vorläufer des Australian Football. Seine Regeln ähneln denen des Fußballs, den Spielern ist es jedoch erlaubt, den Ball mit den Händen zu berühren. Punkte erzielt man, indem der Ball in oder über eine Art Tor gekickt wird. Fußball wurde in den letzten Jahren zum Breitensport. Dazu hat u. a. die erfolgreiche irische Nationalmannschaft beigetragen. Außerdem erfreut sich Angeln großer Beliebtheit. Hauptsächlich wird nach Forellen und Lachsen gefischt. Einer der sportlichen Höhepunkte des Jahres sind die internationalen Rugby-Spiele, die im Dubliner Lansdowne Road Stadion ausgetragen werden.


Umgangsformen

Der traditionelle irische Gruß lautet: Céad míle fáilte. Wörtlich übersetzt bedeutet das: “Hunderttausend Grüße”. Vorwiegend benutzt man jedoch die geläufigen englischen Begrüßungsformen, wie “Hello” und “How are you?”. Der typische gälische Gruß ist: Dia dhuit. Das bedeutet so viel wie: “Gott mit dir”. Zum Abschied sagt man: Slán (“Gehe sicher”) oder Slán agus beannacht. Bei der Begrüßung schüttelt man sich kräftig die Hand. Vor einem Besuch ist es üblich, sich telefonisch anzukündigen, auch wenn man einen guten Bekannten aufsuchen will.


Sprache

Irlands offizielle erste Sprache ist Gälisch, umgangssprachlich Irisch genannt, obwohl Englisch als erste Sprache von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen wird. Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurde überall im Land Irisch gesprochen, heute hört man es hauptsächlich in den "Gaeltach" Regionen an der Westküste Irlands. Inzwischen hat eine deutliche Wiederbelebung der irischen Sprache stattgefunden und ca. 35% der Bevölkerung behaupten, Irisch zu sprechen. 

Gebräuchliche Sätze und Redewendungen:

  • Dia duit - hello
  • Conas tá tú? - How are you?
  • Tá mé go maith - I'm well
  • Cad is ainm duit - What is your name?
  • Cad as tú? - Where are you from?
  • Is as Baile Átha Cliath mé - I'm from Dublin
  • Slán - goodbye
  • Leithreas - toilet
  • Fir - Men
  • Mná - Women
  • Siopa - shop
  • Oifig eolais - information bureau
  • Stáisiún Gardaí - Police station
  • Bealach éalaithe - escape route
  • Tabhair aire - Take care
  • Le do thoil - please
  • Go raibh maith agat - Thank you
  • Tá fáilte romhat - You're welcome
  • Adh mór - Good luck
  • Dia duit ar maidin - Good morning
  • Oíche mhaith - Good night

Feiertage

Die wichtigsten gesetzlichen Feiertage in Irland sind der Neujahrstag, Saint Patrick's Day (17. März), Ostern, Pfingsten, Weihnachten (25. Dezember) und der Saint Stephen's Day (26. Dezember). 

Am Saint Patrick's Day, dem irischen Nationalfeiertag, finden in allen Städten des Landes Straßenparaden statt. Zu diesen Anlässen tragen die Iren Kleidung in der Nationalfarbe (grün) und es ist häufig das nationale Symbol, das Kleeblatt, zu sehen. Am Saint Stephen's Day (26. Dezember) schwärzen sich Kinder nach einer alten Sitte das Gesicht, tragen aus Papier gefaltete Zaunkönige mit sich und bitten um Kleingeld. Diese Sitte wird “Hunting the Wren” (Zaunkönig jagen) genannt und basiert auf einer Fabel, in der der schlaue Zaunkönig den mächtigen Adler überlistet. 

An den so genannten “Bank Holidays” bleiben die Banken in Irland geschlossen. “Bank Holidays” sind die jeweils ersten Montage in den Monaten Mai, Juni und August und der letzte Montag im Oktober.


Wetter

"Der Regen hier ist absolut erschreckend. Diesen Regen schlechtes Wetter zu nennen, ist so unangemessen, wie es unangemessen ist, den brennenden Sonnenschein schönes Wetter zu nennen." (aus: Irisches Tagebuch von Heinrich Böll) 

Wetter in DUblin

Geld

Seit 01.01.2002 gilt auch in Irland der Euro als Währung. Der Umtausch von DM in Landeswährung entfällt somit und damit leider auch die nationalen Banknoten. Es empfiehlt sich weiteres benötigtes Geld über die EC-Karte direkt in Irland zu beziehen. Geldautomaten, die ausländische EC-Karten akzeptieren, findet man überall. Auch werden die gängigen Kreditkarten überaus häufig akzeptiert. 

Ehemalige Währung:
1 Euro = 0,787564 IR£. Währungskürzel: EUR (ISO-Code). 1 Irisches Pfund (gälisch Punt) = 100 Pence. Währungskürzel: IR£, IEP (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 IR£ im Umlauf. Münzen in den Nennbeträgen 1 IR£ und 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Pence. 

Besonderheit Nordirland:
In Nordirland wird das Britische Pfund Sterling der Bank of England als Währung genutzt, es ist jedoch kein Problem, eine Umtauschmöglichkeit zu finden. Viele Geschäfte, gerade in Grenznähe zur Republik Irland, erlauben jedoch auch die Zahlung in Euro. In Nordirland dürfen bestimmte Geschäftsbanken (Bank of Ireland, First Trust Bank, Northern Bank, Ulster Bank) ihre eigenen Geldscheine drucken. Während die Geldscheine der Bank of England als gesetzliches Zahlungsmittel in England und Wales akzeptiert werden müssen, gilt dies nicht in Nordirland und Schottland – in diesen beiden Gebieten sind Banknoten nicht gesetzliches Zahlungsmittel. In der Praxis werden die Bank-of-England-Noten in jedem Land akzeptiert; nordirische und schottische Geldscheine werden jedoch in den anderen Ländern außerhalb Großbritanniens häufig nicht angenommen. Auch kann es mit Noten, die nicht von der Bank of England stammen, außerhalb von Großbritannien Probleme beim Rücktausch geben. 

Kreditkarten:
Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Euroschecks werden nicht mehr akzeptiert. Reiseschecks werden landesweit akzeptiert. 

Devisenbestimmungen:
Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen. Deklaration der Fremdwährungen kann bei der Einreise verlangt werden.
Seit dem 15. Juni 2007 müssen Reisende, die in die EU einreisen oder aus ihr ausreisen und Barmittel von 10.000 € oder mehr (oder den Gegenwert in anderen Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten wie auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden. 

Öffnungszeiten der Banken:
Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr. In Dublin haben Banken donnerstags bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Banken im übrigen Irland haben ebenfalls an einem Wochentag, der regional verschieden ist, längere Öffnungszeiten. 

Kostenbasis:
Verglichen mit Deutschland war Irland schon immer teurer. Aber bei der Euroumstellung hat man auch in Irland deutlich die Preise angehoben. Die "gefühlte Inflation" liegt in Irland bei mindestens dem 2 - 2,5 fachen der früheren IR£ Preise. 

Trinkgeld:
In Restaurants gibt man maximal 10 Prozent "tip". Ist auf der Rechnung bereits eine "service charge" aufgeführt, darf es weniger sein. Wichtige Ausnahme: Im Pub wird an der Bar kein Trinkgeld gegeben. Wer den Barkeeper belohnen möchte, bietet ihm einen Drink an. Für Kofferträger im Hotel sollte der Gast rund 1,50 € bis 2 € locker machen und im Taxi aufrunden.


Mobile Internetnutzung

Die Nutzung des mobilen Internet stellt in Irland kein Problem dar. Mit Ausnahme von wenigen abgelegenen Landstrichen ist die Mobilfunkversorgung und somit das mobile Internet kein Problem. In den Ballungsgebieten bzw. größeren Städten hat man UMTS/HSDPA, im Normalfall jedoch meistens EDGE bzw. GPRS. 

Das Roaming, zumindest mit T-Mobile (andere Deutsche Netze sind von mir nicht getestet worden, sollten jedoch auch funktionieren) funktioniert problemlos. Wer allerdings mit der SIM Karte seines deutschen Anbieters das dortige Datennetz nutzt, sollte sich bewusst sein, dass die Rechnung sehr hoch ausfallen kann. Hier sollte man unbedingt vor Abreise prüfen, welche Kosten im Ausland für die Internetnutzung mit dem Handy bzw. mobilen PC anfallen. GGf. gibt es Zusatzoptionen oder günstigere Tarife des Anbieters. 

Für die gelegentliche Nutzung (kurzer Abruf von z.B. Wetterinformationen oder evtl. auch Übersicht der e-mails) kann die Nutzung der deutschen SIM Karte in Ordnung sein. Für umfangreichere Nutzung (Websurfen, E-Mail Verkehr, E-Banking oder anderes) gibt es Alternativen. 

  • Vodafone Deutschland bietet die sogenannten WebSessions an. Hier fallen derzeit für die Nutzung im Ausland 14,95 (Stand 30.07.09) €14,95 für 24-Stunden an. Angeblich unabhängig vom Datenvolumen, jedoch durfte ich die Erfahrung machen, dass nach einem größeren Download Vodafone bereits nach 20 Minuten gemeldet hat, das Datenvolumen wäre aufgebraucht. Die Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung oder Kreditkarte. Nach Verbindungsaufbau erhält man im Browser eine vorgeschaltete Seite zur Anmeldung.
    Weitere Informationen zu Vodafone Websessions findet Ihr hier.
    APN-Einstellung: event.vodafone.de
    Benutzername / Passwort: <leer>
  • O2 Irland bietet verschiedene "prepaid broadband plans" an. So kann man für €19,99 5 GB im Monat nutzen oder für €3,99 am Tag 500 MB nutzen. (Stand 15.05.2011). Die Abrechnung erfolgt ausschließlich über das Guthaben. Das Guthaben lässt sich über Gutscheine oder nach Anmeldung im Internet jederzeit aufladen. Diese Gutscheine erhält man in den meisten Supermärkten oder natürlich bei den O2 Händlern. Die Aufladung erfolgt telefonisch über die Kurzwahl 1741. Abfrage des Guthabenstands über *100# und Wähltaste am Handy.
    Weitere Informationen zur Nutzung von O2 Irland prepaid Datendiensten hier.
    APN-Einstellung: pp.internet
    Benutzername / Passwort: gprs / gprs
  • WLAN Hotspots sind mittlerweile auch auf der Insel sehr beliebt und verbreitet. So findet man in vielen Restaurants, Cafés und Hotels, meist kostenpflichtige, WLAN Hotspots. Wenn man ein B&B gebucht hat, lohnt es sich nachzufragen, ob man das Internet über das dortige WLAN nutzen darf. Meist erhält man bereitwillig den entsprechend benötigten WLAN Schlüssel für die Verbindungsherstellung.

 Weitere Informationen zum Thema "Sparen beim mobilen Internet im Ausland" gibt es bei Teltarif.de.


Regierung

Das Staatsoberhaupt ist der Präsident, dessen Amtszeit sieben Jahre beträgt. Mary Robinson wurde 1991 als erste Frau in dieses Amt gewählt. Der Premierminister (Taoiseach) und das Kabinett bilden die Exekutive. Das Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Oberhaus oder Senat (Seanad Éireann) mit 60 Sitzen und einem vom Volk gewählten Unterhaus oder Abgeordnetenhaus (Dáil Éireann) mit 166 Sitzen. Jeder Bürger ist mit 18 Jahren wahlberechtigt. Parlamentswahlen finden alle fünf Jahre statt. 

Irland ist in 26 Grafschaften aufgegliedert. Iren bezeichnen Nordirland häufig als die “Six Counties”. Der häufig verwendete Name “Ulster” ist missverständlich, da einige Grafschaften dieser Provinz zur Republik Irland gehören.


Geschichte

  • Ab 10000 v.Chr. beginnen sich die Eiszeitgletscher des Pleistozän zurückzuziehen. Die Meeresspiegel steigen wieder. Dabei entsteht unter anderem Irland als Insel.
  • Gegen 7000 vor Christus wandern die ersten Jäger und Sammler aus Nordengland (und angeblich aus dem Mittelmeerraum, als das "Kleine Volk" Teil vieler Sagen) ein. Sie werden später von den Kelten verdrängt und gehen der Sage nach wortwörtlich in den Untergrund und werden Teil der "Tír na nÓg", der irischen "Anderswelt". Gleichzeitig entstehen die ersten Moore. Im 4. Jahrtausend bringt eine neue Einwanderungswelle Ackerbau und Megalithbauweise nach Irland. Um 2500 bringen weitere Einwanderer vom Kontinent Kupferbearbeitung ins Land, Gold wird exportiert.
  • Die Kelten werden herrschende Klasse und teilen ihre Clans in fünf Königreiche auf: Ulster, Nord-Leinster, Süd-Leinster, Munster und Connaught. Trotz der Unabhängigkeit erkennen alle Clans Tara im County Meath als Hauptstadt an. Die Grundmauern der großen Halle sind noch zu sehen.
  • Ab 1200 (späte Bronzezeit) beginnen Schmuck, Werkzeuge und Waffen eine immer höhere Kunstfertigkeit aufzuweisen. Um 300 bringen Kelten die La Tène-Kultur und Eisen nach Irland. Das Land ist in ca. 150 Königreiche (Túath) geteilt. Über dem Kleinkönig (Rí) steht der König einer Provinz (Rí Ruireg) über dem wiederum der Hochkönig (Ard-Rí) steht. Die Römer erobern die Insel "Hibernia" nie.
  • ab 300 n. Chr.: Irische Überfälle nach Wales und Schottland legen den Grundstein für den dort bis ins 8./10. Jahrhundert andauernden irischen Einfluss. Die ersten Kelten werden christianisiert.
  • ab 600 n. Chr.: Blüte der irischen Mönchskirche. Macht- und Besitzentfaltung der Klöster.
  • ab 800 n. Chr.: Wiederholte Wikinger-Überfälle. Sie gründen u.a. Dublin, Waterford, Wexford, Cork und Limerick, führen die Geldwirtschaft ein, werden später christianisiert und assimiliert.
  • ca. 1155: Heinrich II. von England erhält vom Papst die Erlaubnis, zur Reform der Kirche in Irland einzugreifen.
  • 1169: Der König Dermot MacMurrough ruft wegen selbstverschuldeten Aufständen Heinrich II. um Hilfe an; anglowalisische Normannen unter Gilbert Fitz Richard (genannt Strongbow) besetzen Irland. Den Iren wurde in den folgenden Jahrhunderten eine neue Kultur aufgezwungen: bisher wurden bei ihnen die Führer gewählt, es gab keinen Privatgrundbesitz.
  • 1172: Der irische Klerus huldigt in Cashel Heinrich II. als oberstem Lehnsherrn.
  • 1210: Heinrichs Sohn kommt nach Irland, um es für die englische Krone zu unterwerfen. Bis ca. 1250 kommen zwei Drittel des Landes unter anglowalisische Barone, im Rest herrschen die Rís weiter. Die neuen Herren werden im folgenden von der irischen Kultur assimiliert (Angloiren).
  • 1315 - 1318: Eduard Bruce, der Bruder des schottischen Königs, überfällt Irland und wird Hochkönig.
  • 1366: Die Statuten von Kilkenny versuchen durch Verbot von Mischehen und der irischen Sprache erfolglos, die Gaelisierung der angloirischen Oberschicht zu stoppen.
  • ab 1534: England wird anglikanisch, da eine der zahlreichen Scheidungen Heinrichs VIII. von England von der Kirche nicht sanktioniert wurde. Er dehnt seine Macht über ganz Irland aus. Die Reformation trifft auf eine desolate irische Kirche. Im Zuge der Säkularisation werden ca. 400 Klöster zerstört.
  • 1541: Heinrich VIII. nimmt den Titel König von Irland an (davor Lord of Ireland).
  • 1569 - 1583: Der Aufstand gegen Elisabeth I. von England in Munster scheitert trotz Unterstützung durch Spanien und den Papst.
  • 1577: Die "Piratenkönigin" Grace O'Malley unterwirft sich aus taktischen Gründen dem englischen Befehlshaber in Irland und erhält so ihr Herrschaftsgebiet als Lehen zurück.
  • 1595: Aufstand von Red Hugh O'Donnell und Hugh O'Neill in Ulster.
  • 1601: 4000 Spanier landen in Kinsale zur Unterstützung, aber die Schlacht wird verloren.
  • 1603: Die irischen Führer müssen sich Jakob I. von England unterwerfen. Das soziale, kulturelle und politische Gefüge des gaelischen Irland wird ausgelöscht.
  • 1607: "Flucht der Grafen" Red Hugh O'Donnell und Hugh O'Neill aus der Provinz Ulster (heute Nordirland) ins Exil nach Spanien. Damit wurde der Platz frei für die Ansiedlung englischer Landbesitzer ("Plantations"). In der Folge zeigen sich die angesiedelten Protestanten verständlicherweise als eifrige Verfechter der Union mit England (Unionists).
  • 1641: Massaker an englischen Siedlern in Ulster. Den Rebellen schließen sich bald die Angloiren an.
  • 1649 / 1650: Aufgrund von Aufständen und Bürgerkriegen schickt England Oliver Cromwell, den "Lord Lieutenant", nach Irland, welcher mit äußerster Brutalität die Aufstände der "Papisten" niederwirft. In der Folge wird ein Gesetz verabschiedet, das katholische Landbesitzer, die ihre Treue zu England währen der Kämpfe nicht nachweisen konnten, praktisch enteignet, natürlich zugunsten von Protestanten.
  • 1690: Der katholische Jakob II., 1688 durch den protestantischen Wilhelm von Oranien ent­thront, versucht mit französischer Hilfe von Irland aus seinen Thron zurückzuerobern. Er unterliegt in der Schlacht am River Boyne. Die "Protestant Ascendancy" (protestantische Überlegenheit) ist begründet. Den Sieg in dieser Schlacht feiern die Protestanten noch heute mit den "Orange Marches", bei denen sie triumphierend durch katholische Viertel marschieren und die jedes Jahr zu Spannungen in Nordirland führen.
  • 1691: Nach dem gebrochenen Vertrag von Limerick (als sich Sarsfield, der letzte Kommandeur des Bürgerkriegs dort den Oraniern ergab, handelte er einen Vertrag aus, der freie Glaubensausübung und andere Minimalrechte verschafft hätte) schließen die "Penal Laws" (Strafgesetze) die Katholiken vom Recht auf Landbesitz aus; in der Folge reißen englische Protestanten den Großteil des Landes und die Macht an sich. Viele Iren emigrieren in der Folgezeit, verdingen sich in katholischen Armeen und kämpften auch im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (gegen England). Die Führung der nicht emigrierten Iren übernimmt die katholische Kirche. Die englische Handelspolitik macht Irland zum rückständigen und kolonial ausgebeuteten Armenhaus Großbritanniens.
  • 1782 - 1800: Die protestantisch-patriotische Freiwilligenbewegung ("Volunteer's Movement") erzwingt handelspolitische und verfassungsrechtliche Verbesserungen für Irland.
  • 1798: Aufstände der United Irishmen, angeführt von Wolfe Tone, welcher sich durch Selbstmord der Hinrichtung entzieht. Ein neuer Mythos von tapferen, aber scheiternden Revolu­tionären ist geboren.
  • 1801: Act of Union: Auflösung des irischen Parlaments. Stattdessen entsendet Irland 100 Abgeordnete nach Westminster.
  • 1803: Robert Emmett wird nach dem Scheitern seiner Rebellion hingerichtet. Zahlreiche Ge­heim­­bünde kämpfen gegen die britischen Grundbesitzer.
  • 1823: Daniel O'Connell gründet die Catholic Association, erstmals in der Geschichte eine wirkliche Massenbewegung (1828: 3 Millionen Mitglieder).
  • 1829: Aufhebung der antikatholischen Strafgesetze.
  • 1846 - 1851: Die "Great Famine" (Große Hungersnot), verursacht durch Vernichtung der Kartoffelernten durch Schädlinge in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren im kartoffelmäßig nahezu monokulturellen Irland, kostet eine halbe Million Iren das Leben. Es folgten Typhus-, Ruhr- und Choleraepidemien, die leichtes Spiel haben. Protestantische Priester verteilen Nahrungsmittel gegen Übernahme der Konfession, englische Händler verkaufen Nahrung wegen des höheren Profits lieber nach England. Hunderttausende wandern aus. 1901 hatte Irland nur 3,5 Millionen Einwohner - vor der Hungersnot hatten 8 Millionen Einwohner Irland zum bevölkerungsreichsten Land Europas gemacht. Nationale Erhebungen scheitern in dem geschwächten Land.
  • 1858: Die Irish Republican Brotherhood hat sich der Unabhängigkeit Irlands verschrieben - wenn nötig mit Waffengewalt. In den USA gründet sich eine ähnliche Vereinigung, die Bruderschaft der "Fenier".
  • 1866: Die Fenier versuchen eine Besetzung Kanadas, um es gegen ein freies Irland einzutauschen. Die Operation scheitert.
  • 1869: Der britische Premierminister Gladstone hebt die anglikanische Staatskirche auf.
  • 1870: Isaac Butt gründet die Home-Rule-Bewegung (Forderung nach irischer Selbstverwaltung).
  • 1879: Michael Davitt gründet die Land League mit dem Ziel, die Pachtbauern vor Wucherzinsen und Kündigung zu schützen.
  • 1880: Charles Stuart Parnell, der "ungekrönte König Irlands", fordert, dass jeder, der eine Farm, deren Eigentümer vertrieben worden war, übernimmt, von seinen Freunden gemieden werden solle. Der erste, dem dies widerfuhr, war der Gutsverwalter Charles Boycott. Sein Name ging sowohl als Substantiv wie auch als Verb in den allgemeinen Sprachgebrauch ein, neben ähnlich entstandenen Begriffen wie Sabotage oder lynchen.
  • 1885: Parnell unterstützt mit seinen 86 irischen Abgeordneten Premierminister Gladstone gegen das (nie eingelöste) Versprechen irischer "Home Rule". Er stirbt verbittert 1891.
  • 1915: Gründung der IRA (Irisch-Republikanische Armee).
  • 1916: Der Osteraufstand: am 24. April erheben sich die Sinn Féin ("Wir selbst", radikale republikanische Partei) und die Gewerkschafter James Connollys gegen die Briten, besetzen mit ca. 150 Mann das Hauptpostamt in Dublin. Angeführt werden sie von Patrick Pearse und James Connolly. Schlecht bewaffnet und mit Brotvorrat für eine Woche, ruft Pearse die Unabhängigkeit und eine irische Republik aus, nicht in der Hoffnung zu gewinnen, sondern um ähnliche Erhebungen hervorzurufen. Nach fünf Tagen wird der Aufstand niedergeschlagen, das Postamt zerstört, Pearse und Connolly erschossen. Doch die öffentliche Meinung in Irland beginnt sich endgültig gegen Großbritannien zu stellen. Yeats schreibt: A terrible beauty is born.
  • Der ehemalige englische Konsularmitarbeiter Sir Roger Casement reiste kurz zuvor von Deutschland nach Irland, um den Aufstand zu verhindern, der wie er wusste ohne deutsche Hilfe scheitern würde. Er wurde von den Engländern des Verrats angeklagt und gehängt.
  • 1918: Überwältigender Wahlerfolg der Sinn Féin. Sie weigert sich allerdings, das englische Parlament anzuerkennen, und ruft stattdessen das irische Abgeordnetenhaus "Dail Eireann" in Dublin aus. Eamon de Valera wird erster Präsident. Das alles gegen den Willen der Engländer und ohne internationale Anerkennung. Großbritannien verzichtet in der Folge auf die Entsendung regulärer Truppen und versucht stattdessen unter anderem mit gewalttätigen Söldnertruppen, den "Black and Tans", die politischen Strukturen zu zerstören.
  • 1919 - 1921: Unabhängigkeitskrieg gegen Großbritannien. Im Gegensatz zur Sinn Féin ist die IRA unter der Führung von Michael Collins der Ansicht, Unabhängigkeit nur mit Waffengewalt zu erreichen. Obwohl schlecht bewaffnet, kämpft sie effektiv. Der Krieg endet mit der Aufnahme Irlands als selbstständiges Mitglied in den Commonwealth. Nordirland verbleibt auf eigenen Wunsch bei Großbritannien. Michael Collins sieht in der teilweisen Unabhängigkeit einen ersten Schritt und akzeptiert sie, überwirft sich darüber aber mit de Valera.
  • 1921 - 1923: Bürgerkrieg in Irland zwischen der Freistaatregierung und den Rebellen um Eamon de Valera, die sich nicht mit der Teilung Irlands abfinden wollen. Die schwindende Unterstützung für die IRA erzwingt einen Waffenstillstand, welcher den geteilten Zustand festschreibt. Im August 1922 wird Collins bei einem Attentat der IRA im County Cork erschossen.
  • Obwohl die IRA sich in die Berge zurückzieht und de Valera untertaucht, finden Morde an Dáil-Mitgliedern und Exekutionen an IRA-Gefangenen weiterhin statt. Im April 1923 beendet de Valera die Aktionen der IRA und kandidiert für die Parlamentswahlen. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt wird er von Vertretern des Freistaates verhaftet.
  • 1925: Dublin erkennt die Existenz eines unabhängigen Nordirland an.
  • 1923 - 1948: Die Partei Fianna Fáil lockert während ihrer Regierungszeit die Bindung an Großbritannien. Bis 1939 waren die Häfen noch in englischer Hand, und aufgrund der rein agrarischen Prägung Irlands war das Land wirtschaftlich immer noch von Großbritannien abhängig.
  • 1937: Neue Verfassung von Eamon de Valera: Republic Éire. In ihr ist auch der Anspruch auf die gesamte Insel und die Wiedervereinigung festgeschrieben. Stößt in Nordirland wegen der engen Bindung an den katholischen Glauben auf Ablehnung. Irisch wird erste Amtssprache.
  • 1939 - 1945: Irland bleibt während des Zweiten Weltkriegs neutral, denn "England's difficulty is Irelands opportunity", "Englands Schwierigkeit ist Irlands Chance".
  • 1949 trat Irland aus dem Commonwealth aus, die Republik Irland wurde formell proklamiert. Seit 1921 war der irische Freistaat unabhängig, verblieb aber als Dominion im Commonwealth. Die Republik Irland hat wiederholt versucht, die Vereinigung mit Nordirland zu erreichen. Nordirland besteht aus den sechs nordöstlichen Grafschaften des historischen Irlands und verfügt über eine protestantische Bevölkerungsmehrheit. Seit 1920 bildet Nordirland eine separate politische Einheit und gehört zu Großbritannien. In den sechziger Jahren brachen wieder offen gewalttätige Auseinandersetzungen in Nordirland aus. Die Konfliktparteien waren die IRA (Irish Republican Army: Irisch-Republikanische Armee), die ein vereinigtes Irland anstrebt, unionistische paramilitärische Gruppen, die den Verbleib Nordirlands bei Großbritannien forderten, und die britische Armee.
  • Das britisch-irische Abkommen von 1985 räumte der Republik Irland eine beratende Rolle bei Nordirland betreffenden Angelegenheiten ein. Am 31. August 1994 verkündete die IRA einen einseitigen Waffenstillstand, beendete diesen aber am 9. Februar 1996. Friedensverhandlungen begannen im Juni 1996, aber da Sinn Féin, der politische Arm der IRA, von den Gesprächen bis zur Wiedereinsetzung des Waffenstillstands durch die IRA ausgeschlossen wurde, konnten nur geringe Fortschritte erzielt werden. Der britische Premierminister Blair hob kurz nach seiner Amtseinführung im Mai 1997 die Kontaktsperre zwischen der britischen Regierung und der Sinn Féin auf.
  • Letztere wurde in den folgenden neun Monaten noch zweimal von den Gesprächen ausgeschlossen, da man die ihr verbundene IRA für mehrere Morde verantwortlich machte. Im März 1998 kehrte die Partei an den Verhandlungstisch zurück. Einen Monat später konnten sich die nordirischen Parteien auf ein Abkommen einigen, das den seit Jahrzehnten andauernden Nordirlandkonflikt beenden soll. Im Mai 1998 schließlich fand eine Volksabstimmung statt, in der sich über 94 Prozent der Wähler in Irland für das zwischen Unionisten und Nationalisten ausgehandelte Abkommen aussprachen. In der parallel in Nordirland stattfindenden Abstimmung, stimmten über 70 Prozent der Wähler für den ausgehandelten Friedenskompromiss.
  • Staatspräsidentin Mary Robinson wurde 1991 gewählt und war die erste Frau in diesem Amt. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Kofi Annan, ernannte Mary Robinson im Juni 1997 zur Hochkommissarin für Menschenrechte, nachdem sie zuvor erklärt hatte, nach einer Amtsperiode als Staatspräsidentin zurückzutreten. Ihre Nachfolge trat Mary McAleese an, die die Wahlen im Oktober 1997 gewann und erster aus Nordirland stammender Staatspräsident wurde.
  • Die Wahlen in Irland spiegeln zunehmend den Trend wider, dass keine der beiden großen Parteien, Fianna Fáil und Fine Gael, Mehrheiten hinter sich bringen kann, so dass die stärkste Partei gezwungen wird, eine Regierungskoalition zu bilden. Premierminister John Brutons Koalitionsregierung verlor bei den Wahlen im Juni 1997 nur knapp gegen eine neue, von Bertie Ahern geführte Koalition aus Fianna Fáil und den Progressive Democrats.

Fremdenverkehrsämter


Mietwagen

Der Flughafen Dublin ist recht klein, somit fällt es leicht, sich zu orientieren. Am Ausgang befinden sich die Schalter der Mietwagenfirmen. Die Wagen selbst nimmt man an den etwas abgelegenen Parkplätzen entgegen. Bisher habe ich alle Mietwagen im Reisebüro in Deutschland vorgebucht. Eine direkte Preisanfrage ergab, dass dies die preisgünstigste Alternative ist. 

Viele kennen AVIS als eines der größten und bekanntesten Mietwagenunternehmen in Nordamerika. Aber auch in Irland hat sich AVIS durch seinen hervorragenden Service und seine ständig erneuerte Fahrzeugflotte einen guten Namen gemacht. An allen Flughäfen Irlands gibt es AVIS-Mietstationen, selbst in Belfast. Auch SIXT sowie EUROPCAR sind für viele Reisebüros und Veranstalter ein zuverlässiger Partner. Wenn man bei AerLingus einen Flug gebucht hat, kann man auch auf die sehr günstigen Konditionen von HERTZ zurückgreifen. 

Doch Vorsicht! Die deutschen Qualitätsnormen werden in Irland nicht immer erfüllt. Zu empfehlen ist es, den angemieteten Wagen vor der Fahrt gründlich zu prüfen. Abgefahrene Reifenprofile oder schlechte Bremsen können gerade auf den engen, kurvigen Strassen in den ländlichen Gebieten zu einem gefährlichen Risiko werden. 

Nach einiger Eingewöhnungszeit ist auch das Linksfahren kein Problem mehr. Jedoch sollte man am Anfang die Großstadt Dublin meiden und kleinere Ziele anfahren.

Weiterführende Informationen, z.B. unter Irish-Net


Unterkunft & Verpflegung

Bei meinen ersten Reisen habe ich bereits im Reisebüro in Deutschland Gutscheine (Voucher) für die B&B Unterkünfte gebucht. Es hat sich aber heraus gestellt, dass es preisgünstiger ist, vor Ort zu bezahlen. Das Internet bietet mit dem Angebot von Board Failté eine ausgezeichnete Datenbank mit B&B Unterkünften. Es ist kein Problem vor Ort in Irland zu reservieren. Nahezu in jedem kleinen Dorf finden sich mindestens zwei B&B Unterkünfte. Sollte eine Unterkunft ausgebucht sein, sind die Inhaber immer bemüht, Ersatz zu finden. 

Bei den B&B Unterkünften ist ein Frühstück inklusive. Das ausgiebige typische Irish Breakfast ist äußerst reichhaltig und hält lange an. Gegen Mittag (oder später) kann man sich im Supermarkt oder an Sandwich Bars ein Sandwich oder 'Roll' (Baguette) holen. Es gehört zu den Dienstleistungen der meisten Supermärkte, dass diese Rolls oder Sandwichs frisch an der Theke nach Ihren Wünschen zubereitet werden. Wer Nachmittags gerne Kaffee oder Tee und etwas Süßes zu sich nehmen möchte, ist in den Coffee- oder Teashops gut aufgehoben. Am Abend kann man preisgünstig und gut in den Pubs speisen. 

Das Frühstück besteht in der Regel aus folgenden Gerichten: gebratener Speck, Würste, gegrillte oder gebratene Tomaten, Pilze, Eier und in Fett oder Öl gebratenes Brot. Mittlerweile ziehen viele Menschen allerdings ein leichtes Frühstück vor. 

Traditionelle irische Gerichte, zu denen z. B. Eintöpfe mit Kartoffeln und Gemüse gehören, sind einfach und herzhaft. Die irischen Brotsorten wie etwa SodassBread und Brack, ein dunkler Laib mit Trockenfrüchten, sind sehr sättigend. An der Küste und an den Seen und Flüssen gibt es ein reichhaltiges Fischangebot. Irland ist berühmt für sein dunkles Bier (Stout) und seinen Whiskey, einen unverschnittenen Branntwein aus Gerste, Weizen und Hafer. In Pubs (Public Houses) und Cafés werden kleine Imbisse und normale Gerichte serviert. 

In der Regel werden in Irland drei Mahlzeiten am Tag eingenommen. Das Mittagessen bezeichnet man als Lunch und das Abendessen als Dinner (weniger formell: Supper) – in manchen Gegenden auf dem Land heißt das Mittagessen aber auch Dinner und das frühe Abendessen Tea. Nachmittags trinkt man Tee und reicht dazu Kekse (Scones) und Kuchen. 

Eine Übersicht der von mir besuchten B&B Unterkünfte gibt es hier. Weitere findet Ihr z.Bsp. auch unter

B&B Ireland


Spezialitäten


Literaturempfehlungen

  • Zur irischen Geschichte: Helen Litton, "The Irish Civil War"
    Wolfhound Press, ISBN 0-86327-480-3
  • Zum Kennenlernen von Irland: Heinrich Böll, "Irisches Tagebuch"
    Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-00001-5
  • Irische Erinnerungen eines grandiosen Autors:
    Frank McCourt, "Die Asche meiner Mutter"
    Luchterhand, ISBN 3-630-87073-2
  • Die Fortsetzung: Frank McCourt, "Ein rundherum tolles Land"
    Luchterhand, ISBN 3-630-87034-1
  • Stuart Neville - "Die Schatten von Belfast" und "Blutige Fehde" erzählen von einem ehemaligen IRA Killer und seinem heutigen Leben. Spannend erzählt, mit vielen Einblicken in die blutigen Auseinandersetzungen von damals und den Problemen von heute

Interessante Links rund um Irland

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Quellenangabe

Dieser Artikel enthält Auszüge aus dem Artikel Irland aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren dieser Texte verfügbar.

Weitere Angaben beruhen auf eigenen Erfahrungen, Microsoft Encarta 2000, www.irland-infos.de sowie Frau Ilona Schutkowski - Mit freundlicher Genehmigung

Die hier genannten Informationen erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit!

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