Kopenhagen
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Reiseberichte - Königreich Dänemark
Geschrieben von: Markus Delhey   

KopenhagenDienstreise

16.03.2005 - 18.03.2005

Während einer Dienstreise nach Kopenhagen hatte ich glücklicherweise ein wenig Zeit, diese schöne Stadt zu erkunden. In weiser Voraussicht habe ich mir in Deutschland schon mal einen Stadtplan organisiert.

Leider war das Wetter wirklich nicht sehr schön, immerhin war es ja auch März, also wirklich nicht sehr sommerlich. Aber die Temperaturen waren noch erträglich.

 


Wissenswertes

Kopenhagen (dänisch København), Hauptstadt von Dänemark und der Amtskommune Kopenhagen, bedeutender Hafen und wichtiges Handelszentrum. Der größere Teil Kopenhagens liegt im Osten der Insel Seeland, der kleinere – Christianshavn genannte – Teil auf der Insel Amager. Kopenhagen ist von der Stadt Malmö in Schweden durch den Øresund getrennt.

Vom Hafen erstreckt sich das Geschäftsviertel in nordöstlicher Richtung auf der Insel Seeland bis zum Kongens Nytorv, Kopenhagens wichtigstem Platz. Nördlich und östlich dieses Platzes findet sich der sehenswerteste Teil der Stadt mit den königlichen Palästen und Regierungsgebäuden. Am nördlichen Stadtrand liegt Frihavn (FreiHafen), 1894 erbaut zur Steigerung des städtischen Außen- und Binnenhandels. Kopenhagen ist teilweise von Gärten und Boulevards umgeben, die 1863 nach Schleifung der alten Stadtbefestigungen angelegt wurden. Unter den bedeutendsten Bauwerken sind u. a. folgende hervorzuheben: der Dom Vor Frue Kirke (Frauenkirche), der an Stelle eines älteren Baues aus dem 12. Jahrhundert errichtet wurde; Schloss Charlottenborg, erbaut 1672, heute Sitz der Akademie der Künste (1754); der Prinzenpalast, Nationalmuseum für Nordische Altertümer (1807 gegründet); das ehemalige königliche Schloss Christiansborg (1731-1745), das zweimal durch Feuer vernichtet und nach 1903 wiederaufgebaut wurde, seit 1918 ist es Sitz des Parlaments, des Obersten Gerichtshofes und des Außenministeriums; das Thorvaldsen-Museum (eröffnet 1848) mit berühmten Skulpturen; Königliches Theater, erbaut 1874; die Königliche Bibliothek mit rund 600 000 Bänden. Als Bildungszentrum beheimatet die Stadt neben der Universität Kopenhagen noch zahlreiche andere Bildungseinrichtungen. Die Stadt ist ebenfalls ein bedeutendes Zentrum der nordeuropäischen Literatur und Kunst und Sitz der Königlich-Dänischen Akademie der Wissenschaften und Literatur, die 1742 gegründet wurde.

Geschichte

Kopenhagen war bis Mitte des 12. Jahrhunderts ein Fischerdorf. Es gewann an Bedeutung, als Bischof Absalon von Seeland die Siedlung 1167 befestigen ließ. Dank ihres Hafens entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelsplatz und erhielt Mitte des 13. Jahrhunderts Stadtrechte. 1443 machte sie Christoph III., Pfalzgraf bei Rhein und zu Neumarkt, zur dänischen Hauptstadt. 1658 bis 1659 widerstand Kopenhagen einer Belagerung durch die Schweden unter Karl X. Gustav. 1807 wurde die Stadt schwer in Mitleidenschaft gezogen, als Kriegsschiffe Großbritanniens sie beschossen, um zu verhindern, dass Dänemark seine Flotte Napoleon I. auslieferte. Im 2. Weltkrieg stand Kopenhagen von April 1940 bis Mai 1945 unter deutscher Besatzung. 1996 war Kopenhagen Kulturhauptstadt Europas. Mit der Fertigstellung einer Brücke über den Øresund besteht seit August 1999 eine Landverbindung mit der schwedischen Stadt Malmö. Die 7,8 Kilometer lange Brücke wurde am 1. Juli 2000 für den Verkehr freigegeben. Die Einwohnerzahl von Kopenhagen beträgt etwa 496 000.


Willkommen
Flughafen Kopenhagen

 

Also habe ich dann mal eine kleine Tour zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Kopenhagen unternommen. Die Stadt selbst ist sehr sehenswert durch seine vielen Schlösser, Parks und wunderschönen Häuser. Für mich war das Rathaus der Ausgangspunkt, weil ich hierher gut mit dem Bus von und zu meinem Hotel hin gelangen konnte.
Rathaus
Rathaus von Kopenhagen
Tivoli
Tivoli Vergnügungspark

Auf dem Weg zum Touristbüro kommt man am Tivoli vorbei.

Dieser Vergnügungspark wurde 1843 von König Christian VIII vor den Stadtwällen eröffnet, um das Volk von der Politik abzulenken. Leider hat es in den Wintermonaten geschlossen.

Im Touristbüro habe ich mir dann die Copenhagen Card gekauft, um Stadtrundfahrten, Museen und einiges anderes vergünstigt zu bekommen. Selbst für den einen Tag hat es durchaus einige Einsparungen gegeben. Und das war notwendig, denn Kopenhagen ist, wie ganz Dänemark, für uns EURopäer durchaus sehr teuer. Die Dänen haben noch ihre eigene Währung, die dänische Krone (Aktueller Wechselkurs).

Die meisten Stadtrundfahrten sind so genannte Hop-On-Hop-Off Touren, d.h. man kauft ein Tagesticket und steigt an beliebigen Haltepunkten aus und fährt später mit dem nächsten Bus wieder weiter. Die Busse fahren in der Nähe des Rathauses ab.

Die Kleine Meerjungfrau ist eine weltbekannte Figur aus einem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen und das Wahrzeichen der Stadt Kopenhagen.

Die Kleine Meerjungfrau
Wahrzeichen von Kopenhagen
Schwedische Botschaft
Schwedische Botschaft
Selbstverständlich führt eine Bustour auch zum Regierungsviertel und dem Schloss Amalienborg, dem dänischen Königssitz. Denn Dänemark ist ja eine Monarchie ...
Schlosswachen
Schloß Amalienborg
Schloss Amalienborg
Schloß Amalienborg

Früher war der "Nyhavn" genannte Stadtteil die sündige Meile von Kopenhagen. Heute befinden sich dort viele schöne Restaurants und Cafés an dem Stichkanal. Den Kanal ließ Christian V. zwischen 1671 und 1673 graben, um als Wasserstrasse den Hafen mit dem Stadtzentrum zu verbinden.

Auch der Märchendichter Hans Christian Andersen wohnte seiner Zeit dort in verschiedenen Häusern.

Im Sommer kann man in Nyhavn (dem Neuen Hafen) viele historische Segler finden.

Nyhavn
Nyhavn
Teil von Schloss Christiansborg
Schloß Christiansborg
Das Schloss Christianborg ist heute Sitz des dänischen Parlaments, früher herrschten dort die dänischen Könige. Das Schloss, bzw. der Platz an dem das heutige Schloss steht, hat eine bewegte Geschichte. Im Laufe der Jahrhunderte standen dort nacheinander einige Schlösser. Das heutige Schloss existiert seit ca. 1907. Während der damaligen Bauarbeiten entdeckten Archäologen die Ruinen der 1167 erbauten ersten Burg. Die Ruinen und die Geschichte sind im Schlosskeller ausgestellt.
Kopenhagen habe ich als relativ junge und quirlige Stadt empfunden. Dies spiegelt auch das rechts befindliche Bild aus der Fußgängerzone wieder.
Stadtzentrum
Fußgängerzone
Museum zur Erotikgeschichte
Erotikmuseum

Die Dänen sind bekanntlich sehr offen, was das Thema Erotik und Sexualität angeht. Wen kann es dann verwundern, im Stadtzentrum, mitten in der Fußgängerzone ein Erotikmuseum zu finden. Nun, ich habe mir die "Mühe" gemacht, dies näher zu erkunden. In diesem Museum wird auf angenehme, seriöse und interessante Weise, die Geschichte der Erotik im Laufe der Jahrhunderte und aus den verschiedenen Völkern dargestellt. Das Ein oder Andere mag sicher gewöhnungsbedürftig sein, ist aber immerhin alles menschlich.

Das Museum ist unbedingt einen Besuch und den Preis von knapp € 15,- wert.

Museum zur Erotikgeschichte
Erotikmuseum
Museum zur Erotikgeschichte
Erotikmuseum

Peter der Große von Russland soll 1716 auf einem Pferd den Schneckengang im Runden Turm hinauf geritten sein. Das ist durchaus möglich, denn Christian IV. ließ den 206m langen Spiralgang so konstruieren, dass der König im Wagen oder zu Pferd hinauf konnte, um in die Sterne zu schauen. Der 36m hohe, zylindrische Turm, wurde 1637 - 1642 als Observatorium und zugleich als Kirchturm für die Studentenkirche Trinitatis gebaut. Von oben hat man auch eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt und bis raus auf den Øresund.

Der  Runde Turm
Runder Turm
Der  Runde Turm
Runder Turm
Stadtansicht
Blick auf Kopenhagen vom Runden Turm

In historischen Aufzeichnungen wird das 1607 gebaute und in den folgenden Jahren erweiterte Schloss Rosenborg "das neue Lusthaus im Lustgarten seiner Majestät" genannt. Rosenborg hat sich äußerlich bis heute kaum verändert. Im Schloss befinden sich auch die Kronjuwelen des Königshauses.

Park bei Schloss Rosenborg
Schloßpark Schloß Rosenborg

Schloss Rosenborg
Schloßpark und Schloß Rosenborg

Zum Abschluss des Tages habe ich zwischen der Kopenhagener Scala und dem Eingang des Tivoli im Hard Rock Café gegessen. Da mein Flug am darauf folgenden Tag sehr früh Richtung Heimat ging, blieb für das Kopenhagener Nachtleben leider keine Zeit mehr.

Scala

 

Insidertips

 
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