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Irland Informationen - Seite 15
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Reiseberichte - Irland
Geschrieben von: Markus Delhey   
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Irischer Wildlachs
Er lebt wie seit Jahrtausenden ungebunden und frei in Irlands Strömen und den wilden Wellen des Atlantik. Im Gegensatz zu seinen gefarmten Vettern muss er sich den Kräften der Natur stellen und sich seine Nahrung selbst erjagen. Deshalb steht die Qualität des Wildlachses aus Irland über allen Vergleichen.
Irischer Wildlachs wird in eisklaren Bergbächen geboren. Er wächst in den Flüssen der grünen Insel in unberührter Natur auf. Dann zieht er in die Weidegründe im wilden Atlantik, ernährt sich dort von leckeren Garnelen, entwickelt seine Kraft und die unvergleichliche, tiefrote Färbung seines Fleisches.
Erwachsen findet er den Weg zurück zu seinem Geburtsfluss, um dort zu laichen - den Kreislauf des Lebens neu zu beginnen.
Der Lachs gehört zu den wertvollsten Lebensmitteln. Er enthält extrem viel Eiweiß, besonders wertvolles Fischfett (Omega-3 Fettsäuren), viele Vitamine und wenig Natrium. Eiweiß ist einer der Hauptbestandteile des Lachsfleisches, wobei bis zu 20 % des rohen Produktes aus reinem Eiweiß bestehen. Dieses ist besonders wertvoll, da die Lachs­Proteine sämtliche lebensnotwendigen Aminosäuren enthalten.
Ebenso hochwertig und wertvoll ist das Lachsfett. Sein Muskelfleisch enthält bis zu 26 % Fett und verfügt über einen sehr hohen Nährwert. Lachsfett enthält viele ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 Fettsäuren), was auch an den hohen Jodzahlen der Lachsöle erkennbar ist. Zudem tragen die Lachsfette aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften zur Verhütung von Arteriosklerose (Gefäßkrankheit) bei und wirken vorbeugend gegen Herz- und Kreislauferkrankungen. Lachsfett setzt grundsätzlich kein Fett im menschlichen Körper an. 

Irish Folk
"Ein kleines Wunder. Während in anderen Ländern die Volksmusik unter dem Einfluss der fließbandproduzierenden Plattenindustrie Volksmusik immer mehr verkümmert, erlebt Irland in dieser Richtung ein kleines Wunder. Im ganzen Land haben tausende von Jugendlichen die alten Melodien wieder aufgenommen und nehmen sie mit ins 21.Jahrhundert" so schreibt Eugene McEldowey im Irland Reiseführer der Apa Guide Reihe des RV-Verlages. Aber was genau ist eigentlich die traditionelle irische Musik. Ähnliche Musik gibt es in Schottland, Wales, in der Bretagne und in Galizien. Dies sind alles Länder, die in ihrer Vergangenheit von den Kelten besiedelt waren. Auch in Ländern wie den USA, Teilen Kanadas und in Australien zeigen sich in der Musik keltische Wurzeln. Vor allem in den Liedern der australischen Schafscherer sind noch heute irische Wurzeln zu erkennen. 

Irish Whiskey
Vor 1000 Jahren wurde in Irland der Whiskey von irischen Mönchen erfunden. Diese lange Tradition hat dazu geführt, dass Irish Whiskey auch heute zu den Besten seiner Art gehört. Kenner schätzen sein typisch irisches Wesen und sein erlesener Geschmack wird als "subtil, weich und mit angenehmem Malzton" beschrieben. Mönche aus dem Mittelmeerraum hatten schon früh entdeckt, dass aus vergorener Flüssigkeit durch Erhitzen Alkohol gewonnen werden kann. An etwas Trinkbares war dabei allerdings noch nicht gedacht, die Destillation wurde hauptsächlich zur Herstellung von Parfüm und Aromastoffen verwendet.
Die Mönche aus dem Mittelmeerraum kamen im 6.Jahrhundert nach Irland. Die Erfahrungen, die man austauschte, beschränkten sich nicht nur auf geistige Fragen. Auch die Kunst des Destillierens gaben die Mönche an ihre irischen Brüder weiter. Diese hüteten das Geheimnis und verfeinerten die Brennkunst, bis sie aus Gerste und Wasser ein trinkbares Elixier gewannen - 'Uisge Beatha', das Wasser des Lebens.
Später, im 12. Jahrhundert, kamen englische Soldaten und entdeckten den 'Whiskey', wie sie das unaussprechliche irische Lebenswasser fortan nannten.
Die Herstellung des Irish Whiskey zeichnet sich durch zwei wichtige Besonderheiten aus:
Die gemälzte Gerste wird nicht - wie beim schottischen Whisky - über offenem Torffeuer getrocknet, sondern in geschlossenen Öfen. Ein rauchiger Geschmack kann daher nicht entstehen. Die Destillation erfolgt in riesigen Kupferkesseln, den 'Pot Stills', sowie den säulenartigen 'Column Stills'. Die Besonderheit dabei: Es wird dreifach destilliert, jede Marke in genau festgelegter Sequenz, so dass ein besonders reines, qualitativ hochwertiges Endprodukt entsteht.
Mindestens drei, meistens jedoch sechs Jahre und länger lagert der Irish Whiskey in alten Eichenholzfässern. Nach der Reifung folgt das 'Vatting'. Die Whiskeys verschiedener Faßtypen und unterschiedlicher Jahrgänge werden in einem bestimmten Verhältnis miteinander geblendet, um stets gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.
Einer der wichtigsten Bestandteile, der für den typischen Geschmack der Irish Whiskeys verantwortlich ist, ist ungemälzte Gerste. Diese wird mit gemälzter Gerste in dem traditionellen "Pot-Still-Verfahren" destilliert. Die Herstellung der gemälzten Gerste erfolgt durch das Aufquellen der Gerste in einer Maische, die dann über einem Kohlenfeuer getrocknet wird. Der Vorgang des "Mälzens" bewirkt, dass Stärke in Zucker umgewandelt wird, der wiederum beim Destilliervorgang in Alkohol umgewandelt wird.
Die Herstellung beginnt mit dem "Maischen": Zu der gemahlenen, gemälzten und ungemälzten Gerste wird reines, erhitztes Quellwasser zugegeben. Das Maischen wird in großen Tanks ("mash tubs") durchgeführt. Ist das Maischen beendet, wird die gewonnene, zuckerhaltige Flüssigkeit gesammelt und mit flüssiger Hefe vermischt. Während der Gärung wird der Zucker in Alkohol umgewandelt. Als Ergebnis erhält man eine so genannte "Wash" mit einem Alkoholgehalt von 8,5% vol.
Die "wash" wird in riesigen Kupferkesseln erhitzt, um den Alkohol vom Bodensatz zu trennen. Dieser Vorgang wird dreimal durchgeführt, bis die gewünschte Qualität des Whiskeys erreicht ist. Dadurch wird das Destillat konzentrierter und reiner als beim üblichen zweimaligen Destillieren. Der junge Whiskey wird in Eichenfässer gefüllt, die bereits schon für die Herstellung von Sherry oder Bourbon verwendet worden sind. Der nächste Schritt ist die Lagerung (gesetzlich festgelegt sind mindestens 3 Jahre).



 
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